05.09.2013

Im ersten Halbjahr 2013:


138 Millionen Euro Wagniskapital für IT-Start-ups



Wie viel Wagniskapital fließt an IT-Start-ups? Wie schaut es aus mit dem Geld, das junge Unternehmen so dringend brauchen, um ihre Geschäfte zum Laufen zu bringen? Wenn man sich so umhört bei den Gründern, bekommt man schnell den Eindruck: Das Geld der Kapitalgeber könnte gut ein bisschen lockerer sitzen. Immerhin kann IT-Region 38 vermelden: Die Venture-Capital-Investitionen in IT- und Internet-Start-ups steigen wieder.

Im ersten Halbjahr 2013 flossen nach Angaben des Branchenverbands Bitkom und des Bundesverbandes Deutscher Kapitalbeteiligungsgesellschaften deutschlandweit insgesamt 138 Millionen Euro Venture Capital (VC) an 157 Unternehmen.

Das ist ein Anstieg um 20 Prozent im Vergleich zum zweiten Halbjahr 2012. Seinerzeit flossen 115 Millionen Euro.

Kapitale Berlin

Berlin bleibt die Venture-Capital-Hauptstadt Deutschlands – und das mit haushohem Vorsprung. Allein 69 Millionen Euro gingen an Unternehmen aus der Bundeshauptstadt.

Auf dem zweiten Platz liegt Bayern mit 36 Millionen Euro – weit vor Baden-Württemberg auf Platz drei mit 5 Millionen Euro.

Niedersachsen abgeschlagen

Und Niedersachsen? Ist in dieser Szene so wenig präsent, dass man – siehe Grafik – keine Nennung gefunden hat und in der Kategorie unter ferner liefen steckt.

Unabhängig vom Ausgang der Bundestagswahl müssten in der kommenden Legislaturperiode die Weichen für eine nachhaltige Start-up-Politik gestellt werden, heißt es aus Reihen von BVK und Bitkom.

Gründerhochburg Hochschule

Die Entscheidung, ob junge Menschen ein Unternehmen gründen, falle häufig noch während des Studiums, meint Bitkom-Vizepräsident Ulrich Dietz. „Hochschulen sind die beste Plattform für eine Gründung."

Daher, sagt er, müssten die bereits bestehenden Gründerzentren an den Hochschulen ausgebaut und ein praxisorientiertes Lernmodul Entrepreneurship in sämtliche Studiengänge integriert werden.