20.09.2012

Grundsteinlegung in Braunschweig


200 Wissenschaftler, 7 Institute, 2 Standorte: Das NFF wird zum Schwergewicht

Ganz schön schnittig: So soll sich das Niedersächsische Forschungszentrum Fahrzeugtechnik in Braunschweig seinen Besuchern präsentieren. Illustration: NFF
Ganz schön schnittig: So soll sich das Niedersächsische Forschungszentrum Fahrzeugtechnik in Braunschweig seinen Besuchern präsentieren. Illustration: NFF

Die Forschungslandschaft in der Region wird noch größer: Unter dem Dach des Niedersächsischen Forschungszentrums Fahrzeugtechnik (NFF) entsteht neben dem Standort am MobileLifeCampus in Wolfsburg ein Forschungsbau am Braunschweiger Forschungsflughafen. Heute ist die Grundsteinlegung gewesen. IT-Region 38 dokumentiert, was sich die Protagonisten erhoffen – und zeigt, wie der Bau aussehen wird.

Die TU Braunschweig will eine der besten Hochschulen Europas für das Thema „Mobilität und Verkehr" werden. Im NFF bündelt sie ihre Forschungsaktivitäten rund um die Themen Fahrzeug und Mobilität.

Experimente und Projekte

Auf rund 8.000 Quadratmetern werden hier mehr als zweihundert Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus sieben Instituten der TU Braunschweig gemeinsam arbeiten. Er umfasst gemeinsame experimentelle Einrichtungen und ein Projekthaus zur wissenschaftlichen Zusammenarbeit, wobei vornehmlich die beiden Themenbereiche Emissionsarmes Fahrzeug und Flexible Fahrzeugkonzepte bearbeitet werden.

Metropolen im Fokus

Die Forschungsprogrammatik des NFF basiert auf der Vision des Metropolitan Car. Dabei geht es um Technologien und Nutzungsmodelle, welche die Mobilitätsbedürfnisse der Menschen in großen Ballungsräumen sicherstellen.

Doppelter Ertrag

„Wir haben unsere Aktivitäten rund um die Mobilitätsforschung in den letzten Jahren erfolgreich gebündelt und mit Partnern aus Wissenschaft und Wirtschaft vernetzt", sagte TU-Präsident Professor Jürgen Hesselbach heute bei der Grundsteinlegung. „Schon jetzt sehen wir den immensen wissenschaftlichen und wirtschaftlichen Ertrag. Der neue Standort wird zudem besonders attraktiv für junge Forscherinnen und Forscher sowie für künftige Studierende."

Investoren-Quintett

Insgesamt 49 Millionen Euro investieren der Bund und das Land Niedersachsen im Rahmen des gemeinsamen Forschungsbauprogramms. Rund 10 Millionen Euro steuern zusätzlich die Volkswagen AG, die Stadt Braunschweig (durch Überlassung des Grundstücks) sowie die TU Braunschweig aus Eigenmitteln bei.

Fahrzeug von morgen

Der Niedersächsische Ministerpräsident David McAllister sagte: „Das Automobilland Niedersachsen braucht leistungsfähige wissenschaftliche Partner, um innovativ und zukunftsfähig zu bleiben. Mit dem neuen Forschungszentrum für Fahrzeugtechnik kommt ein weiteres Schwergewicht hinzu. Sieben Institute der TU Braunschweig und über 200 Wissenschaftler werden künftig unter einem Dach ideale Bedingungen vorfinden, um gemeinsam an den Fahrzeugen von morgen zu arbeiten."

Voraussetzung für Wohlstand"

Professor Martin Winterkorn, Vorstandsvorsitzender der Volkswagen AG, erläuterte: „Praxisnahe Forschung und Entwicklung auf Spitzenniveau sind die Voraussetzung für Wohlstand und technischen Fortschritt – gerade in einem wirtschaftlich schwierigen Umfeld. Deshalb setzt das NFF das richtige Zeichen zur richtigen Zeit. Diese Grundsteinlegung steht für die Leistungskraft des Forschungs- und Industriestandorts Braunschweig-Wolfsburg, der so untrennbar mit der Zukunft des Automobils verbunden ist."

In guter Nachbarschaft

Das NFF am Standort Braunschweig entsteht in unmittelbarer Nachbarschaft zum „Campus Forschungsflughafen" mit den luftfahrttechnischen Instituten der TU Braunschweig sowie zum Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrttechnik (DLR) und etlichen technologieorientierten Unternehmen am Forschungsflughafen.

Vom Harz bis Hannover

Auch Forscher aus Partnerhochschulen werden am NFF fächerübergreifend und in Projekthäusern tätig sein. Dazu gehören Wissenschaftler der Leibniz Universität Hannover, der TU Clausthal, der Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften und der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig.

Fünfjährige Geschichte

Als interdisziplinäres Zentrum wurde das NFF 2007 mit Unterstützung der Niedersächsischen Landesregierung und der Volkswagen AG gegründet, um die Forschungsregion Braunschweig als Spitzenstandort in der Fahrzeugtechnik mit internationalem Rang zu etablieren. Anfang 2009 wurde der Standort Wolfsburg am MobileLifeCampus eröffnet. Drei der insgesamt zwölf Mitgliedsinstitute der TU Braunschweig sind hier angesiedelt.