28.11.2012

Smarboo gewinnt


3. Gründer-Slam von IT-Region 38: Ein Rap, kreativer Input und viele Gründerwerkstätten

Protagonisten auf und vor der Bühne (von links): Gerald Elflein (vorn), Tobias Sell (hinten; Mobfish), Jonathan Beddig (PLAYSYS), IHK-Gründungsberater Uwe Heinze, Miriam Fuchs (Fuchs PR), Frank Fauth (IT-Region 38), Martina Mießler (NBank), Tobias Mecke (Smarboo) und Rainer Elsner (JaLux). Foto: Peter Sierigk
Protagonisten auf und vor der Bühne (von links): Gerald Elflein (vorn), Tobias Sell (hinten; Mobfish), Jonathan Beddig (PLAYSYS), IHK-Gründungsberater Uwe Heinze, Miriam Fuchs (Fuchs PR), Frank Fauth (IT-Region 38), Martina Mießler (NBank), Tobias Mecke (Smarboo) und Rainer Elsner (JaLux). Foto: Peter Sierigk

Wurde im Kongresssaal der Industrie- und Handelskammer schon einmal gerappt? Wahrscheinlich nicht. Beim 3. Gründer-Slam von IT-Region 38 und IHK Braunschweig war es so weit. Jonathan Beddig trat auf die Bühne, nahm das Mikro in die Hand, präsentierte seinen selbst getexteten Rap – und zeigte damit, wie man seine Geschäftsidee auf überraschend-unkonventionelle Art und Weise vorstellen kann. Zum Sieg reichte es für den Gründer von PLAYSYS nicht. Der ging an Tobias Mecke von Smarboo.

Smarboo und PLAYSYS, Fuchs PR und Mobfish, Gerald Elflein und JaLux – das waren die sechs Protagonisten beim 3. Gründer-Slam.

Auf Facebook hatte Jonathan Beddig seinen Auftritt angekündigt. Und die Bekanntgabe mit der Aussage garniert, „das Ganze ein wenig anders" aufziehen zu wollen.

Kreativität als Schlüssel

Und genauso kam es. Ein Rap, um im Kongresssaal vor vollbesetzten Stuhlreihen zu zeigen, was sich hinter der eigenen Geschäftsidee verbirgt? Sehr gern. Weil Kreativität zu den Türöffnern zählt, die jeder Gründer an seinem Schlüsselbund hängen haben sollte.

Show-Einlage

Nur jeweils fünf Minuten bekamen Jonathan Beddig und seine Slam-Mitstreiter zur Verfügung, um ihre Idee zu präsentieren. Wenig Zeit. „Wir haben ein sehr erklärungsbedürftiges Produkt", sagt der 28-Jährige – nämlich ein Paket aus Hard- und Software, mit dem kleine und mittelständische Unternehmen ins Digital Signage einsteigen können. „Also habe ich die Zeit genutzt, um das Publikum zu unterhalten." Chapeau.

Gestern Pitch, heute Slam

Tobias Mecke hat in den vergangenen Monaten an einigen Gründer-Wettbewerben teilgenommen. Gerade war er bei einem Pitching Day in Köln, wo Start-ups um die Gunst von Investoren kämpfen.

Doppelter Gewinn

Nicht nur wegen seines Sieges, sondern auch darüber hinaus war die Teilnahme am Gründer-Slam für den Smarboo-Geschäftsführer, der mit seinem Online-Buchungsportal für Künstler und Veranstalter ins Rennen ging, ein Gewinn.

Input für Zuhause

„Je öfter ich auf solche Veranstaltungen gehe und das Feedback in meine Pläne einfließen lasse, desto erfolgreicher bin ich", sagte er. „Ich gehe immer schlauer nach Hause, als ich gekommen bin. Kreativer Input ist mir sehr wichtig."

Einen schönen Preis gab es auch – und zwar für alle. Nämlich eine Gründerwerkstatt von Playmobil.

Format als Vorbild

IT-Region 38, Ideengeber für den Gründer-Slam, bedankt sich bei allen Teilnehmern für den Mut, auf die große Bühne zu treten. Frank Fauth, Gründer von IT-Region 38, wünscht sich, dass das Format Schule macht – und ein Stückweit dazu beiträgt, dass es mit der Zahl der Gründungen wieder bergauf geht.

Auf der Gründer-Webseite des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie wird der Gründer-Slam von IT-Region 38 als vorbildhaft präsentiert.