05.02.2010

SMS-Flirtbörse: Schein statt Sein


Angeklagter zeigt sich im Prozess schuldbewusst

Sie hofften auf die große Liebe, doch die Gefühle waren Schein statt Sein: Wie die Braunschweiger Zeitung in ihrer heutigen Ausgabe berichtet, hat ein 30-Jähriger aus dem Harz zum Prozessauftakt vor dem Braunschweiger Landesgericht eingeräumt, dass seine SMS-Flirtbörse Kunden das Geld aus der Tasche zog – ohne Aussicht auf das erhoffte Liebesglück.

 

Wie wir bereits an dieser Stelle geschrieben hatten, soll der 30-Jährige Männer und Frauen auf Partnersuche getäuscht haben, dass deren 1,99 Euro teuren Kurznachrichten von Singles beantwortet wurden. Und tatsächlich: Am ersten Tag des Prozesses zeigte sich der Angeklagte schuldbewusst.

Nicht die Traumpartner waren am anderen Ende der Leitung, sondern die Mitarbeiter der vermeintlichen Singlebörse. Der Gesamtschaden der 190.000 geprellten Kunden soll fast vier Millionen Euro betragen. Der Angeklagte muss nun mit einer mehrjährigen Haftstrafe rechnen (boy).