18.03.2013

Roboter-Entwicklung


Auf Weltraummission: SpaceLions wollen ganz hoch hinaus

Ein Schwarm Roboter: Space Terrain Explorer der TU Braunschweig. Grafik: TU Braunschweig
Ein Schwarm Roboter: Space Terrain Explorer der TU Braunschweig. Grafik: TU Braunschweig

In der Teilnehmerliste stehen so klangvolle Namen wie Berlin-Rockets, space-bot 21, Artemis – und auch SpaceLions. Das Team aus Spezialisten des Instituts für Datentechnik und Kommunikationsnetze und der Abteilung Entwurf integrierter Systeme der TU Braunschweig will hoch hinaus, sprich: den SpaceBot Cup nach Braunschweig holen. Was dahinter steckt? IT-Region 38 erklärt es.

Die SpaceLions haben sich als eine von zehn Mannschaften für den SpaceBot Cup des Raumfahrtmanagements im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt qualifiziert.

Raumfahrtmanagement? Das sind die Experten, die im Auftrag der Bundesregierung das deutsche Raumfahrtprogramm leiten.

Ideen für Raumfahrt

Die wollen sich nun die Kreativität von Universitäten und Forschungseinrichtungen zunutze machen – indem sie sie in einem Wettstreit dazu auffordern, die Raumfahrt um neue, außergewöhnliche Ideen zu bereichern.

Die SpaceLions unter Leitung von Professor Harald Michalik und Professor Mladen Berekovic arbeiten bereits in nationalen und internationalen Raumfahrtprojekten. Sie sind Experten auf den Gebieten der Sensorik, Bildverarbeitung, Chip-Technologie und Rechnerarchitektur für die Raumfahrt.

Navigierende Roboter

Roboter entwickeln – das ist ihre Aufgabe. Sie sollen selbstständig navigieren, Objekte finden und verschiedene unwirtliche Terrains überwinden können. Das gesamte System darf nicht mehr als 100 Kilogramm Masse haben und soll sehr energieeffizient arbeiten.

Die Space Lions haben bereits einen Plan. Sie wollen einen „Space Terrain Explorer" bauen, der aus einem ganzen Schwarm von mobilen Robotern besteht.

Strahlen? Kein Problem

Jeder Roboter verfügt über ein eigens entwickeltes Stereo-Bildverarbeitungssystem, um Objekte in Echtzeit aufzuspüren. Durch die Verwendung von speziellen fehlertoleranten Hardwarebausteinen soll das System mit der Strahlenbelastung im Weltraum zurechtkommen.

Finale im November

Jedes Team erhält für die Entwicklungskosten einen Beitrag von bis zu 50.000 Euro. Das Geld will gut angelegt sein. Denn im November 2013 müssen die Space Lions beim Wettkampffinale zeigen, was ihr Robotersystem wirklich drauf hat.