12.12.2011


Braunschweiger Zeitung, Dezember 2011

„Regionale IT-Branche dämpft Erwartungen" – so lautet der Titel des Artikels, mit dem die Wirtschaftsredaktion der Braunschweiger Zeitung ihre Leser über die Auftragslage und die Erwartungen regionaler Anbieter von Software und IT-Services informiert. Grundlage des Berichts ist die Veröffentlichung der halbjährlichen Konjunkturumfrage von IT-Region 38.

Die Stimmung in der IT-Branche in der Region hat sich deutlich verschlechtert. Das ist das Ergebnis einer Umfrage des Braunschweiger Meinungsforschungsinstituts „in summa" im Auftrag der Initiative IT-Region 38. Stellvertretend für die Branche wurden 44 Anbieter von Software und IT-Services befragt.

Die Abkühlung des Geschäftsklimas ist vor allem auf die schlechten Geschäftserwartungen zurückzuführen", sagt Frank Fauth, Gründer der IT-Region 38. War bei der April-Umfrage noch jedes zweite IT-Unternehmen optimistisch, dass sich die Auftragslage im nächsten halben Jahr verbessern wird, so geht derzeit nur noch jedes dritte Unternehmen von steigenden Umsätzen aus. „Euro-Schuldenkrise und die Sorge um Europas Zukunft dämpfen offenbar die Aussichten", sagt Fauth.

Auch wenn sich die Erwartungen eingetrübt haben: Über die aktuelle Lage können viele Unternehmen nicht klagen. Jedes zweite beurteilt die aktuelle Geschäftslage als gut, so das Ergebnis der Umfrage.

Ein Hemmnis für noch bessere Geschäfte ist den Firmen zufolge der Fachkräftemangel. Mehr als ein Drittel der Unternehmen geben an, derzeit offene Stellen nicht mit Fach- und Führungskräften besetzen zu können. Für 53 Prozent der Unternehmen kommt es daher laut Umfrage in Frage, Fachkräfte aus dem europäischen Ausland in die Region zu holen. Fauths Firma ist auf Personalvermittlung vor allem von Ingenieuren spezialisiert. !Um für hochqualifizierte IT-Mitarbeiter attraktiver zu werden, müsste die Region mehr Urbanität und Vielfalt bieten", sagt er. Schließlich konkurriere man mit Metropolen wie Hamburg oder Berlin um Fachkräfte.