05.02.2010

Fourth Project vs. ckc


Das Urteil: Keine einstweilige Verfügung

Von Susann Mättig. Heute Mittag um 12 Uhr war es so weit: Die Vorsitzende Richterin des Kammergerichts für Handelssachen, Christiane Wurdack-Scheibel, verkündete das Urteil im einstweiligen Verfügungsverfahren Fourth Project vs. ckc, über das wir an dieser Stelle bereits berichtet hatten. Dabei wurde die Klage um eine einstweilige Verfügung gegen ckc zurückgewiesen. Die Kläger von Fourth Project konnten nach Auffassung der Kammer nicht ausreichend überzeugende Belege für das Abwerben mit unlauteren Zielen von Mitarbeitern durch ckc vorlegen.

 

Der Umstand, dass innerhalb eines Monats insgesamt 50 Mitarbeiter von der einen zur anderen Firma gewechselt waren, könne zwar als Indiz für unlauteres Abwerben gewertet werden. Gleichzeitig könnte diese Entwicklung auch auf die dieser Zeit stattfindende Umstrukturierung bei Fourth Project zurückgehen.

Solche Phasen seien immer komplizierte Zeiten, in denen Angestellte Unsicherheiten entwickeln können, hieß es in der Urteilsbegründung. Vor allem, wenn zusätzlich Gerüchte um Gehaltskürzungen umgehen. Aus diesem Grund sei es nur nachvollziehbar, dass sich Mitarbeiter nach sicherer erscheinenden Arbeitsmöglichkeiten umsehen würden.

Mit diesem Urteil ist diese Verfahrensrunde abgeschlossen.