14.10.2013

100 IT-Jobs auf der Kippe


Data Becker: Ein echter Klassiker verschwindet von der Bildfläche

Mit Data Becker schließt ein Unternehmen seine Türen, das fester Bestandteil der Branche war. Foto: Data Becker
Mit Data Becker schließt ein Unternehmen seine Türen, das fester Bestandteil der Branche war. Foto: Data Becker

Das Lexikon zum Commodore 64. Das große Floppy-Buch zur 1541. 64 Tipps & Tricks. Das sind nur drei von vielen Klassikern aus dem Hause Data Becker, die Pflichtlektüre für viele waren, die während der großen Zeit der Homecomputer aufgewachsen sind. Data Becker ist ein IT-Fachverlag der ersten Stunde, der immer dazugehörte. Doch nun geht die Erfolgsgeschichte des Düsseldorfer Unternehmens zu Ende. In ein paar Monaten macht Data Becker dicht. Die Zukunft von rund hundert Mitarbeitern ist ungewiss.

Wie das Unternehmen mittlerweile bestätigte, wird Data Becker Ende März 2014 schließen. Warum genau – darüber wird allenfalls spekuliert, denn Data Becker hält sich zu den Gründen bedeckt.

Alt trifft neu

Man macht wohl nicht viel falsch, wenn man behauptet, dass sich die Zeiten geändert haben. Und dass nicht jedes alteingesessene Unternehmen den Wandel zu mobilen Geräten und die neue Vormachtstellung des Internet überlebt.

BASIC!

Die Zeitschriften und Bücher aus dem Hause Data Becker sind echte Hits. Nicht wenige, die mit ihnen laufen, sprich: die Programmiersprache BASIC lernten.

BASIC steht für Beginner's All-purpose Symbolic Instruction Code und ist ein mehr oder weniger einfacher Weg, um Datenstrukturen und Algorithmen zu formulieren.

Echte Größe

Wikipedia weiß, dass Data Becker 1981 von den Brüdern Harald und Achim Becker gegründet wurde. Drei Jahre darauf galt das Unternehmen als größter Computerfachverlag Deutschlands mit einem Umsatz von 39 Millionen Mark.

Vergangene Zeiten. Nun stellt Data Becker den Betrieb ein. Teile des Unternehmens, so heißt es, sollen verkauft werden.