28.02.2010

IT-Region 38 zu Gast bei der IAV GmbH


Die Kraft der Hybride im persönlichen Test

Umrahmen einen e-Wolf Elektrosportwagen (von links): Wilfried Nietschke, Frank Fauth, Michael Znamiec und Dr. Heiko Hepp. Foto: PHOTOwerk (mpu)
Umrahmen einen e-Wolf Elektrosportwagen (von links): Wilfried Nietschke, Frank Fauth, Michael Znamiec und Dr. Heiko Hepp. Foto: PHOTOwerk (mpu)

Von Stefan Boysen. Erwartungsvolle Gesichter, gespanntes Tuscheln: Es schien fast so, als hätten die meisten Geburtstag und das Auspacken der Geschenke stünde kurz bevor. Tatsächlich hatte sich die Ingenieurgesellschaft Auto und Verkehr GmbH (IAV) ein Präsent für die Mitglieder von IT-Region 38 ausgedacht: die Kraft der neuesten Hybride und Elektrofahrzeuge im persönlichen Test.

 

Wer sich für alternative Antriebskonzepte interessiert, für den war das 7. Braunschweiger Hybrid-Symposium der perfekte Ort. Im Anschluss an das Symposium hatte die IAV die Mitglieder von IT-Region 38 zu einer Sondershow an ihren Entwicklungsstandort Gifhorn eingeladen – eine Chance, die sich viele nicht entgehen lassen wollten.

Spannung auf der Teststrecke

Die zehn Autos, die die IAV zur Verfügung stellte, standen nicht still und bewegten sich ohne langen Stopp nahezu geräuschlos über die ausgewiesene Teststrecke. Gut gelaunt verließen die einen die Fahrzeuge nach ihren Testfahrten, gespannt stiegen die anderen ein – so ging das in einer Tour. Bis auch der Letzte das Steuer in seinen Händen gehalten hatte.

Tausende Lithium-Ionen-Akkus in einem Auto

Nicht wenige, die sich von der Power der Autos beeindruckt zeigten. Wer im Tesla Roadster mitfuhr, den drückte die Beschleunigung kräftig in die Sitze. Zuvor hatten die IAV-Experten Wolfgang Reimann, Dr. Burghard Voß und Frank Fickel erklärt, was sich in dem Roadster verbirgt – nämlich 6.831 Lithium-Ionen-Akkus, wie man sie in ähnlicher Form aus Laptops kennt.

Who is Who der Automobilindustrie

Zur IAV-Gruppe an den Standorten Berlin, Gifhorn und Chemnitz gehören fast 4.000 Mitarbeiter, zum größten Teil Ingenieure und Techniker. Als Entwicklungsdienstleister, zu deren Kunden laut Reimann „das Who is Who der Automobilindustrie" zählt, treiben sie unter anderem die Entwicklung alternativer Antriebe voran.

Eine Frage der Wahrnehmung

Dass geringe Batteriegröße und fehlende Reichweite den Aufbau der Technologie stoppen werden, wollte Reimann nicht gelten lassen. „Das ist kein technologisches, sondern ein mentales Problem", sagte er. Es fehle am Bewusstsein, „dass die meisten Strecken, die wir fahren, kürzer als hundert Kilometer sind".

Range Extender, Plug-In-Hybrid

Auch Verbrennungsmotoren haben Zukunft. „Es wird sie noch eine ganze Weile geben", erzählte Voß den Besuchern von IT-Region 38. Neben den herkömmlichen – weiter verbesserten - Antrieben auch in Form von sogenannten Range Extendern, um die Reichweite der Elektrofahrzeuge zu erhöhen. Vom Range Extender bis zum Plug-In-Hybrid – „das sind Riesenbetätigungsfelder für die IAV", so Voß.

"Wir brauchen die IT"

Die IAV bot ihren Gästen aus der IT-Branche an, ihren Teil zum Fortschritt beizutragen – etwa bei der Entwicklung intelligenter Ladeszenarien, damit die Autos schnell und unkompliziert mit frischem Strom betankt werden können. „Wir brauchen die IT", sagte Fickel. Und die IT, da waren sich am Ende des Abends alle einig, braucht mehr solche Veranstaltungen wie die bei der IAV inGifhorn.

Presseartikel der Aller-Zeitung dazu: >> weiter