28.08.2013

520.000 neue Schaddateien


G Data: Android-Nutzer unter starkem Beschuss

G Data fasst die Ergebnisse des neuen Mobile MalwareReports mit dieser Grafik zusammen.
G Data fasst die Ergebnisse des neuen Mobile MalwareReports mit dieser Grafik zusammen.

Natürlich werden IT-Unternehmen, die Sicherheitslösungen verkaufen wollen, niemals kommunizieren, dass Friede, Freude, Eierkuchen herrscht und sie im Grunde gar nicht gebraucht werden. Wie auch immer – nach der Pressemiteilung der G Data Software AG, die IT-Region 38 jüngst erreichte, ist mittlerweile Android für Cyberkriminelle das Mobile-Ziel Nummer eins.

So registrierten die G Data SecurityLabs im ersten Halbjahr 2013 fast 520.000 neue Schaddateien für das Betriebssystem, wie der aktuelle G Data Mobile MalwareReport zeigt.

In der Falle

Die Täter nutzten dabei insbesondere Trojanische Pferde, um Nutzer in die Schadcode-Falle zu locken.

Bei der Entwicklung von Schad-Apps setzen die Kriminellen außerdem auf eine komplexe Verschleierung des Schadcodes, um Analysen zu erschweren und die schädliche Funktion möglichst gut zu verbergen.

Fast jeder kann es

Ein weiterer Trend ist der zunehmende Einsatz von speziellen Schadcode-Bausätzen, wodurch auch unerfahrene Täter leichter zu Datendieben werden.

Für die kommenden Monate sagt G Date drei eCrime-Trends voraus:

Verdreifachung der Anzahl neuer Android-Schaddateien: Analog zur wachsenden Beliebtheit von Smartphones und Tablets mit Googles Betriebssystem wird auch die Anzahl neuer Schaddateien weiterhin ansteigen.

Die Bochumer gehen von einer Verdreifachung in der zweiten Jahreshälfte 2013 aus.

Wachsende Beliebtheit von Schadcode-Bausätzen: Die Entwicklung und der Verkauf von Malware Kits wird auch im zweiten Halbjahr dieses Jahres ein lukrativer eCrime-Trend bleiben.

Denn auch unerfahrene Täter können so leicht zu Online-Kriminellen werden und die Beute gewinnbringend in Untergrund-Märkten verkaufen oder Gewinn mit teuren Premium-Diensten machen.

Zunehmende Maskierung von Schad-Apps: Die Schadfunktion in manipulierten Apps werden zunehmend verschleiert – sowohl im Programmcode, um Analysen zu erschweren, als auch in der Funktionalität der Anwendung.

Für Nutzer ist es daher schwieriger, Schad-Apps zu entdecken und danach zu entfernen. Die Kriminellen können Anwender und deren Mobilgeräte so möglichst lang ausspionieren und für ihre Zwecke ausnutzen.

Mehr Ergebnisse aus dem G Data Mobile MalwareReport gibt's in diesem pdf.