14.02.2013

Nur 175 Azubis


IT-Ausbildung mit Handicap: Kaum einer macht’s

175 junge Menschen mit schweren Behinderungen. So viele – anders gesagt: so wenige – befinden sich derzeit in einer Ausbildung bei Unternehmen der IT- und Telekommunikationsbranche. Gemessen an allen IT-Auszubildenden beträgt die Quote gerade einmal 0,6 Prozent. Das Projekt „Inklusive IT-Berufe" will erreichen, dass der Anteil steigt.

Nach Angaben des Branchenverbands Bitkom kommt in Deutschland auf 170 IT-Auszubildende ein Azubi mit schweren Behinderungen.

Soziale Verantwortung

Interessant ist, welche Ziele IT-Unternehmen mit der Einstellung verfolgen. In einer Bitkom-Umfrage gibt fast die Hälfe der Personalverantwortlichen an, dass sie vor allem aus sozialer Verantwortung junge Menschen mit schweren Behinderungen ausbilden.

Ein Drittel nennt den Mangel an Fachkräften als Motivation. Und jedes fünfte Unternehmen sagt, dass Azubis mit Behinderungen eine besondere Rolle bei der Entwicklung von Produkten für eine alternde Gesellschaft mit neuen Anforderungen einnehmen können.

Netzwerk und Hilfen

Die Bitkom-Initiative „Inklusive IT-Berufe" ist ein Netzwerk für Unternehmen, die sich auf diesem Gebiet engagieren wollen. Sie will die Bereitschaft zur Ausbildung von Menschen mit Behinderung in den IT-Berufen erhöhen und praktische Hilfen bereitstellen.

Die Webseite von „Inklusive IT-Berufe" dokumentiert gelungene Beispiele für die Ausbildung von Menschen mit Behinderung – darunter die einer Fachinformatikerin für Systemintegration.

Alle Informationen zur Initiative gibt es hier.