13.12.2012

18 Unternehmen, 500 Studierende


Nacht der Unternehmen 2012: Alles andere als eine gewöhnliche Jobmesse

Hat es tatsächlich einmal eine Zeit gegeben, in der Unternehmen nur darauf warten mussten, dass ihnen die Post stapelweise Bewerbungen ins Haus lieferte? Heutzutage leisten sie einen großen organisatorischen, zeitlichen und auch personellen Aufwand, um die passenden Nachwuchskräfte zu finden. Während der Nacht der Unternehmen 2012 in Braunschweig zeigten 18 Unternehmen, was sie zu bieten haben – und warum junge Menschen ausgerechnet sie als Arbeitgeber wählen sollten. IT-Region 38 hat sich mit ihnen über ihr Engagement unterhalten.

Sebastian Ohl, Senior Software Engineer bei Elektrobit Automotive, sagt es frei heraus. „Wir sind hier auf der Suche nach guten Mitarbeitern."

Fast fünfhundert Studierende der TU Braunschweig und der Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften, so die Bilanz am Ende des Tages, kamen in die zum Talentpool umfunktionierte Mensa 2 an der Beethovenstraße.

Abstrakt und komplex

Wer die größten Jobchancen hätte? „Alle, die abstrakt denken und sich schnell in komplexe Projekte eindenken können", sagt Sebastian Ohl.

Die Nacht der Unternehmen ist keine gewöhnliche Jobmesse. Die Studierenden genießen das Privileg, mit extra bereitgestellten Bussen zu den Unternehmen gebracht zu werden, um vor Ort mehr über Alstom Transport Deutschland, Voith Turbo Scharfenberg & Co. erfahren zu können.

Besonderes Ausstellungsstück

Auch Elektrobit, Spezialist für eingebettete Software- und Hardwarelösungen, stellte sich in der Hannoverschen Straße zur Schau - und zeigte das Mittelkonsolen-Steuergerät im neuen Touareg, das aus eigener Entwicklung stammt.

Gemeinsam mit seiner Assistentin Annika Floß repräsentierte Gerd Biermann, Bereichsleiter Recruitment und Key Account Manager im SAP-Umfeld, das Braunschweiger Unternehmen GOD.

Wie hat sich GOD in den vergangenen Jahren weiterentwickelt? In welchen Projekten arbeitet euer Mitarbeiterteam, welche Techniken setzt es ein? Und habe ich die Chance, bei euch richtig Karriere zu machen? Wer das Gespräch mit den beiden suchte, war schlussendlich bestens über das mehr als 150 Mitarbeiter starke IT-Unternehmen informiert „Wir suchen Entwickler, die unterschiedliche Plattformen bedienen können", sagt Gerd Biermann.

Dickes Anforderungspaket

Und was suchen die Studierenden? Worauf legen Erstsemester oder Absolventen bei der Wahl ihrer Arbeitsgeber in spe seinen Erfahrungen nach großen Wert? „Zuerst auf die Tätigkeit, dann auf die Entwicklungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten und natürlich auch auf das Gehalt und die sozialen Leistungen – all das muss stimmen", so Gerd Biermann.

Aus Sicht von Thomas Gehrke war die Nacht der Unternehmen eine gelungene Veranstaltung. „Weil das Interesse an uns groß ist und wir viele Nachfragen nach Werkstudentenstellen bekommen haben", sagt der Ingenieur von Siemens Braunschweig, dem weltweit größten Standort für Rail Automation.

„Hier ist meine Mappe"

Nicht nur, dass viele gleich ihren Lebenslauf mitbrachten, um ihren Wunsch zu untermauern. Auch eine an Siemens adressierte Bewerbungsmappe für einen festen Job bekam Thomas Gehrke in die Hand gedrückt.

Das Motto des Absolventen: Um sich ins Gespräch zu bringen, kommt eine bessere Gelegenheit als die Nacht der Unternehmen so schnell nicht wieder.

„Guter Überblick"

Auch das Team von Fauth & Collegen war mit einem eigenen Stand vertreten. Für Geschäftsführer Frank Fauth ist die Nacht der Unternehmen „eine tolle Möglichkeit, um auch als kleinere Firma wahrgenommen zu werden. Und Studierende erhalten einen guten Überblick, was ihnen die regionale Unternehmenslandschaft zu bieten hat."

Do's und Dont's

Obendrein gab es einen Bewerbungsmappencheck, kostenlose Bewerbungsfotos und auch interessante Workshops. Wer mitmachte, kennt nun die Do's und Dont's im Vorstellungsgespräch mit dem Personalchef – etwa den richtigen Zeitpunkt für die Frage nach dem Gehalt oder die gröbsten Fehler beim Griff in den Kleiderschrank.

Bis zum nächsten Jahr

Und 2013? Da gibt's die nächste Nacht der Unternehmen. Organisatorin Viktoria Lhomme vom Veranstalter TEMA Technologie Marketing verspricht: „Wir werden wieder nach Braunschweig kommen."