22.07.2013

Umsatzplus erwartet


Prism? Ausspäherei macht uns die Geschäfte nicht kaputt

Wem kann man überhaupt noch trauen? In Zeiten von Prism und XKeyscore, von Spähprogrammen und -werkzeugen? Kann IT-Region 38 ja mal fragen. Und gleichzeitig den Blick auf die IT-Branche werfen, ob sie und ihre Auftragsbücher vielleicht Schaden nehmen ob der Datenlecks am laufenden Band. Und so sieht es in diesen Tagen aus: Ja, die Ausspähaktionen von US- und britischen Geheimdiensten verunsichern die Deutschen. Und nein, die IT-Branche fürchtet keinen Umsatzeinbruch.

Das Ergebnis spricht eine deutliche Sprache: Zwei von drei Befragten einer aktuellen und repräsentativen Umfrage des Branchenverbands Bitkom meinen, dass ihre Daten im Netz unsicher sind.

Ein deutlicher Vertrauensverlust, wenn man die Ergebnisse von Umfragen vor und nach Prism miteinander vergleicht.

Ausgeprägter Optimismus

Dem Hightech-Mittelstand scheint das nichts anzuhaben, die Unternehmen bleiben für das zweite Halbjahr zuversichtlich und spüren keine negativen Auswirkungen.

Rund drei Viertel der mittelständischen IT-Unternehmen rechnen laut Bitkom-Angaben in den kommenden sechs Monaten mit steigenden Umsätzen. Nur rund jedes achte Unternehmen glaubt, dass die Einnahmen rückläufig sein werden.

IT-Dienstleister im Aufwind

Für die Anbieter von IT-Dienstleistungen dürfte das zweite Halbjahr am erfreulichsten verlaufen. Vier von fünf Unternehmen erwarten steigende Umsätze. Ähnlich optimistisch sind die Softwarehäuser.

Und was bedeutet das für die IT-Jobs? Gutes. Sechs von zehn IT-Mittelständlern (61 Prozent) wollen angesichts dieser Aussichten zusätzliches Personal einstellen. IT-Spezialisten, vor allem Softwareentwickler, sind besonders begehrt.