24.04.2013

Energiebedarf gesunken


Rechenzentren verbrauchen 9.400.000.000 Kilowattstunden

9,4 Terawattstunden: So viel Strom haben Deutschlands Rechenzentren und Server im vergangenen Jahr verbraucht. Das ist eine Menge – nämlich 9.400.000.000 Kilowattstunden. Immerhin ist der Verbrauch gesunken. Ein Jahr zuvor hatte der Energiebedarf noch 9,7 Terawattstunden betragen.

Innerhalb eines Jahres konnte der Verbrauch somit um drei Prozent reduziert werden – trotz steigender Server-Anzahl, meldet der Branchenverband Bitkom in einer Pressemeldung.

Bereits zwischen 2008 und 2011 ging der Energiebedarf um vier Prozent zurück. Insgesamt beträgt der Anteil der Server am Gesamtstromverbrauch in Deutschland 1,8 Prozent.

Bessere Energieeffizienz

Die IT-Systeme sind energieeffizienter geworden. Insbesondere bei der Infrastruktur von Rechenzentren wie Klimatisierung und Unterbrechungsfreier Stromversorgung (USV) wurden Verbesserungen erzielt.

Der weltweite Trend geht zu immer größeren Rechenzentren – das gilt auch für Deutschland. Der Anteil von Rechenzentren mit mehr als 5.000 Einzelservern ist im Vergleich zu 2008 um ein Fünftel gestiegen.

Die Anzahl einzelner Server oder Serverschränke nimmt dagegen ab. Die Gründe für die Entwicklung zu großen Rechenzentren sind Outsourcing und Cloud-Computing. Trotzdem sind noch viele Altsysteme im Einsatz, deren Effizienz deutlich unter dem Stand der aktuellen Technik liegt.

Preis für Innovation

Besonders innovative Entwicklungen im Bereich der Rechenzentren wurden vor wenigen Tagen in Frankfurt am Main mit dem Deutschen Rechenzentrumspreis ausgezeichnet.

Die Gewinner gibt's hier. Prämiert wurden Lösungen und Produktideen, die Investitionskosten senken oder den Rechenzentrumsbetrieb einfacher, sicherer oder effizienter machen.