03.09.2013

Open-Air-Programmieren


So lief das 48h CodeCamp: Die Nacht ist zum Codieren da

Gemeinsam kriegen wir es hin: Beim 48h CodeCamp wurde diskutiert, programmiert und getestet. Foto: CodeCamp
Gemeinsam kriegen wir es hin: Beim 48h CodeCamp wurde diskutiert, programmiert und getestet. Foto: CodeCamp

Wo wird überall Software entwickelt? Na klar, in Büros, Seminarräumen – und im Waldhofbad Wernigerode. Zumindest dann, wenn dort das 48 Stunden CodeCamp seine Zelte aufschlägt. Was genau in den zwei Tagen alles passiert ist, darüber sprach IT-Region 38 mit Olaf Drögehorn, Professor an der Hochschule Harz und Chef-Organisator des 48 Stunden CodeCamps.

Herr Professor Drögehorn, das erste 48 Stunden CodeCamp in Wernigerode mit 35 Teilnehmern und mehr als 20 Unternehmen vor Ort ist Geschichte. Wie fällt Ihr Fazit aus?

Die Schüler und Studierenden haben mit einem erstaunlichen Enthusiasmus die 48 Stunden mit Leben gefüllt. Es sind acht sehr, sehr spannende Projekte herausgekommen. Etwa das eines Freelancers aus Kassel, der ein Werkzeug entwickelt hat, das er für seine Arbeit unbedingt brauchen wird. Oder das virtuelle Spiel für den Prototyp der 3D-Brille Oculus Rift, die zu den neuen Technologien zählte, die wir in Wernigerode hatten. Und einer der Schüler, der wirklich überragende Fähigkeiten hatte, hat ein komplettes Backend für ein Werkzeug geschrieben – das hat sogar für Interesse bei den Unternehmen gesorgt.

Was hat Sie überrascht?

Dass der eine oder andere auch jenseits von 3 Uhr weitercodiert hat. Ich hätte gedacht, dass in der tiefen Nacht Ruhe herrscht, weil es doch empfindlich kalt wurde. Man hat sich aber einfach eine Decke geholt – und weiter ging es.

Was werden Sie bei der zweiten Auflage im nächsten Jahr besser machen?

Wir werden unsere Sommerschule für Schüler, die wir gemeinsam mit der Universität Magdeburg ausrichten, in das CodeCamp integrieren; mit einem eigenen Zelt, wo die Schüler Aufgaben bekommen. Es wird eine Games-Corner geben mit der Xbox One von Microsoft und anderen Konsolen. Und wir möchten mehr lokale IT-Unternehmen einbinden. Kurzum: Wir werden das Angebot und die Technologien deutlich verbreitern.

Jetzt, da die Eindrücke vom 48 Stunden CodeCamp noch frisch sind: Was hat Ihnen besonders gut gefallen?

Das Engagement der Teilnehmer, ich bin rundum zufrieden. Und dass sich jeder an eine Technologie getraut hat, die er vorher nicht kannte. Es war toll, das Leuchten in den Augen der Teilnehmer zu sehen – die Begeisterung, dass sie etwas Neues ausprobieren durften. Wir haben alle Neuland betreten.