12.10.2012

Zulieferermesse im Allerpark


Themen und Trends IZB 2012: Messsysteme, Brennstoffzelle und das vernetzte Auto

Posierten für das Eröffnungsbild der IZB 2012 (von links): Francisco Javier Garcia Sanz (Mitglied Konzernvorstand Volkswagen AG), Hadil da Rocha Vianna (Staatssekretär Bundesministerium für Auswärtige Beziehungen Brasilien), Debora Giorgi (Industrieministerin Argentinien), Bernd Osterloh (Vorsitzender Betriebsrat Volkswagen AG), Julius von Ingelheim (Vorstandssprecher WOB AG), Jörg Bode (Wirtschaftsminister Niedersachsen) und Klaus Mohrs (Oberbürgermeister WOB). Foto: IZB
Posierten für das Eröffnungsbild der IZB 2012 (von links): Francisco Javier Garcia Sanz (Mitglied Konzernvorstand Volkswagen AG), Hadil da Rocha Vianna (Staatssekretär Bundesministerium für Auswärtige Beziehungen Brasilien), Debora Giorgi (Industrieministerin Argentinien), Bernd Osterloh (Vorsitzender Betriebsrat Volkswagen AG), Julius von Ingelheim (Vorstandssprecher WOB AG), Jörg Bode (Wirtschaftsminister Niedersachsen) und Klaus Mohrs (Oberbürgermeister WOB). Foto: IZB

Hier trifft sich die Welt: 776 Aussteller aus 28 Nationen haben das Messegelände im Wolfsburger Allerpark von Mittwoch bis zum heutigen Freitag zum Schaufenster der Automobil-Zulieferindustrie gemacht. Die 7. Internationale Zuliefererbörse (IZB) war komplett ausgebucht, bereits im Februar hatte die Wolfsburg AG den letzten Standplatz auf der auf 36.000 Quadratmeter erweiterten Ausstellungsfläche vergeben. IT-Region 38 war vor Ort und machte sich ein Bild von der IZB – und sprach mit Ausstellern aus der Region.

Acht der zehn weltweit umsatzstärksten Automobilzulieferer stellten in den insgesamt sieben Messehallen aus. Neben Marktführern wie Denso, Continental und Magna International profitierten auch die klein- und mittelständischen Unternehmen der Branche von der internationalen Orientierung der Messe und den Kontaktmöglichkeiten gemäß dem Motto Connecting Car Competence.

Kontakte – sie sind die wichtigste Währung auf einer Messe. In diesem Sinne ist Martin Thompson, Key-Account Manager c4c Engineering GmbH, um einiges reicher geworden. „Schon nach eineinhalb Tagen hatten wir so viele Gespräche geführt wie an allen drei Tagen der IZB 2010", sagt er.

Auf der Leitmesse der europäischen Zulieferindustrie ist das Braunschweiger Unternehmen Stammgast. Seine Ingenieure und Informatiker entwickeln Software für die Automobilindustrie und verwandte Technologiebranchen.

Die GOM Gesellschaft für Optische Messtechnik mbH ist seit der Premiere der IZB im Jahr 2001 in Wolfsburg vertreten. Das Unternehmen aus Braunschweig, ein Spin-off der TU Braunschweig und 250 Mitarbeiter stark, entwickelt und produziert optische Messsysteme und -lösungen.

„Volkswagen ist ein guter Kunde von uns", erklärt GOM-Produktmanager Jan Thesing die Präsenz mit eigenem Messestand, „auf der IZB können wir neue Kontakte knüpfen und bestehende pflegen und ausbauen."

Das Messeteam von GOM hatte eine Auswahl seiner 3D-Scanner mit nach Wolfsburg gebracht – um zu zeigen, wie diese Scanner den Ist-Zustand von Kunststoff- und Blechteilen für das Automobil erfassen und mit dem Soll-Zustand vergleichen.

Gibt es Unterschiede, „können entsprechende Maßnahmen eingeleitet werden, um das Teil genauso zu fertigen wie es konstruiert wurde", sagt Jan Thesing. Selbst ganze Fahrzeuge können mit dieser Methode digitalisiert werden.

In welche Richtung steuert die Branche? An welchen Themen sind die Mitbewerber dran? Aus Sicht von Hardy Hilliges sind das wichtige Fragen, die die IZB beantwortet.

„Es gibt viele Experten vor Ort, mit denen wir darüber diskutieren können", sagt der Manager Operatives Marketing der Carmeq GmbH, deren Kerngeschäft Software für Fahrzeugelektronik ist.

Dass Auto und Internet miteinander verschmelzen, offenbarten die Ausstellungsstücke auf einer langen Reihe von Ständen. Nach Meinung von Hilliges ist das vernetzte Auto der wichtigste Trend, den die IZB 2012 zur Schau stellte.

Carmeq, eine hundertprozentige Volkswagen-Tochter mit Unternehmenssitz in Berlin und Niederlassung im Forum AutoVision in Wolfsburg, demonstrierte, wie Applikationen die Sicherheit im Auto erhöhen.

Blickfang des Carmeq-Messestands: ein VW-Modell, das Einblick in das Zusammenspiel von Brennstoffzelle und Batterie gab.

Und die nächste IZB? Die öffnet im Herbst 2014 ihre Tore – dann zum achten Mal.