12.08.2012

Smartphone, Laptop & Co.


Unternehmen mangelt es an Sicherheitsregeln für mobile Geräte

Erwächst aus dieser Nachricht ein interessantes Geschäftsfeld für IT-Sicherheit-Anbieter aus der IT-Region 38? Beratungsbedarf gibt es, denn: Viele Unternehmen haben keine speziell angepassten Sicherheitsvorkehrungen für mobile Geräte wie Smartphones und Laptops. Das zeigt die Studie „Vertrauen und Sicherheit im Netz" des Branchenverbands Bitkom. IT-Region 38 dokumentiert die wichtigsten Ergebnisse.

Laut Studie, für die 810 Unternehmen kontaktiert wurden, verzichten 42 Prozent der Befragten auf notwendige Sicherheitsregeln für Mobilgeräte.

Vor allem kleine und mittelständische Betriebe lassen mobile Geräte bei Sicherheitsfragen oft außen vor. Bei Unternehmen mit weniger als 250 Beschäftigten hat fast jedes zweite (47 Prozent) keine entsprechenden Regeln.

Bei Unternehmen mit mehr als 250 Angestellten sind es hingegen nur 12 Prozent.

Diese Nachlässigkeit birgt Gefahren. Denn viele Smartphones und Tablet-Computer enthalten wichtige Unternehmensdaten, für die eine datenschutzrechtliche Verantwortung besteht – etwa Adressen von Kunden und Mitarbeitern. Wer die Daten nur unzureichend oder gar nicht geschützt, macht sich eventuell sogar strafbar.

Experten empfehlen den Unternehmen, wirksame Sicherheitsregeln für Mobil-Geräte einzuführen. Das Sicherheitskonzept sollte für die Nutzung von Smartphones und Tablet-Computern klare Regeln aufstellen.

• Eine Gerätesperre, etwa per PIN, verhindert beispielsweise, dass Diebe problemlos auf die Daten des Smartphones zugreifen können. Zudem erhöht die Verschlüsselung der gespeicherten Daten die Sicherheit.

• Drahtlose Schnittstellen wie WLAN oder Bluetooth sollten nur dann eingeschaltet werden, wenn sie tatsächlich benötigt werden. Der Austausch von Daten mit dem Unternehmensnetzwerk sollte nur über verschlüsselte Verbindungen, etwa Virtual Private Networks (VPN), erfolgen.

• Zudem ist es ratsam, ein zentrales Management der mobilen Geräte einzurichten, über das gestohlene oder verloren gegangene Geräte aus der Ferne gesperrt und wichtige Daten gelöscht werden können.

• Sicherheitsregeln zum Umgang mit Smartphones und Tablet-Computern sollten auch die private Nutzung der Geräte regeln, etwa ob den Mitarbeitern das Installieren von Apps erlaubt ist.

Die detaillierten Ergebnisse der Bitkom-Studie „Vertrauen und Sicherheit im Netz" gibt's hier.