22.03.2009


Von der Garagenfirma zum Computer-Platzhirsch der Region

Die Firmengeschichte der Kosatec Computer GmbH ist eine Erfolgsgeschichte, wie sie im Buche steht. 1993 gründeten zwei Menschen, einer von ihnen Andreas Sander, in der schönen Stadt Braunschweig das Unternehmen, mit einem Startkapital von nur 6.000 DM und einem Garagenlager.

 

Von Romana Ringel

Schon im ersten Geschäftsjahr erwirtschafteten die beiden soviel, dass sie in den Gewerbehof Querumer Forst umzogen. Hier weiteten sie sich auf 200 qm Lager- und Bürofläche aus. Der Stein war ins Rollen gekommen und nun ging es immer rasanter voran. Es wurden Mitarbeiter eingestellt, Lager- und Büroflächen vergrößert und 1998 das erste Endkundengeschäft eröffnet. Daraufhin wurde die Werbung verstärkt, Lagerräume erneut vergrößert, 2006 ein Vertriebsbüro in Aachen eröffnet und ein Jahr später kam der erste Cebit-Auftritt.

„Schon im Cebit-Jahr 2007 platzen wir im Gewerbehof aus allen Nähten. Selbst auf mittlerweile 6.800 qm schoben wir die Ware von einer Seite zur andern. Außerdem wollten wir endlich unser eigenes Gebäude haben, nicht mehr Mieter sein." begründet Andreas Sander, heute geschäftsführender Gesellschafter, den Umzug 2008 in die neuen Geschäftsräume. Heute sitzt die Kosatec Computer GmbH im Gewerbegebiet Hansestraße auf 10.500 qm, wovon 7.500 qm als Lagerfläche genutzt werden. Darüber hinaus betreibt das Unternehmen vier Filialen in der Region Braunschweig/Wolfsburg und beschäftigt insgesamt 140 Mitarbeiter.

Ganz im Kosatec-Stil war auch der Umzug eine Meisterleistung. Doch zuvor musste das Gebäude zunächst komplett entkernt und saniert werden, allein das beanspruchte ein Jahr. „Im August 2008 sind wir dann an nur einem Wochenende erfolgreich umgezogen", erzählt Sander mit Stolz. Und zu Recht. Bis Freitagabend wurde noch in den alten Räumen gearbeitet. Dann wurden Server und rund 100 Maschinen abgebaut, verpackt, abtransportiert und an neuer Stelle wieder angeschlossen. „Natürlich bedarf das gründlicher Planung und guter Vorarbeit. Die ganze Netzwerktechnik haben wir natürlich schon vorher gemacht, trotzdem war der Umzug zwei Tagen schon eine große Sache." Für die Mitarbeiter hat sich seit dem nicht viel verändert, „nur dass wir uns jetzt nicht mehr wie die Sardinen in der Dose fühlen", lacht Sander.

Auch der Kunde profitiert von dem Umzug in größere Räume: „Alles ist kompakter, einfacher und schneller geworden. Wir konnten das Gebäude unseren Bedürfnissen anpassen, Arbeitsabläufe funktionieren nun reibungsloser und demnach auch effektiver für den Kunden." So ein Umzug ist natürlich nicht nur sinnvoll und anstrengend, sondern erfahrungsgemäß auch sehr teuer. 1,6 Millionen Euro haben die Renovierung und der Umzug das Unternehmen gekostet. Dies war einer der Gründe warum Kosatec 2009 nicht auf der Cebit vertreten war. „Stattdessen hatten wir eigentlich ein Grand Opening der neuen Räume geplant. Doch dann kam die Finanzkrise und wir entschieden uns dazu lieber auf Nummer sicher zu gehen und uns das zu sparen" Nicht, dass das Unternehmen große Befürchtungen haben müsste. „Zu Beginn hatte ich auch meine Bedenken. Aber zum Glück hat sich die Konsumbereitschaft in Deutschland noch nicht merklich verschlechtert, sodass wir optimistisch in die Zukunft schauen.

Wir wollen expandieren, das Kundesegment weiter ausbauen und uns noch stärker professionalisieren", erzählt Sander. Es scheint, als ob der Plan B „Rationalisierung" in der Schublade verstaubt. Das Unternehmen setzt lieber auf Nachwuchsförderung, bildet weiterhin aus und will mittelfristig Stellen für Hochschulabsolventen im Bereich Softwareentwicklung einrichten. „Wir können uns glücklich schätzen hier in Braunschweig zu sein", so Sander. „Ich denke, die Region ist mit der TU Braunschweig und der TU Clausthal sowie der FHBraunschweig/Wolfenbüttel neben Aachen und München eine der IT-Hochburgen Deutschlands. Es ist definitiv eine zukunftsträchtige Region! Deswegen finde ich es auch wichtig die Vorteile der Region publik zu machen und ein Netzwerk in der IT-Branche aufzubauen, so wie es die IT-Region 38 versucht."