22.04.2013

Run auf Uni


Wird das Informatik-Studium endlich sexy?

Das Interesse an einem Informatik-Studium nimmt weiter zu: Im vergangenen Jahr haben sich 50.898 Studienanfänger an den deutschen Hochschulen im Bereich Informatik eingeschrieben. Insbesondere die Universitäten können bei den Erstsemestern ein dickes Plus verzeichnen. Großer Verlierer bei den Studiengängen: Maschinenbau.

Bereits 2011, so vermeldet es der Branchenverband Bitkom in seiner Pressemitteilung auf Basis von Daten des Statistischen Bundesamtes, wurden für die Informatik Rekordzahlen gemeldet.

Damals hatten die Doppeljahrgänge in Niedersachsen und auch Bayern sowie die Aussetzung der Wehrpflicht die Zahlen deutlich um ein Fünftel nach oben getrieben. 2012 wurde erneut ein leichtes Plus erzielt – dieses Mal um ein Prozent.

Dickes Minus

Andere technische Studienfächer mussten dagegen einen Rückgang der Erstsemesterzahlen hinnehmen. Bei der Elektrotechnik beträgt das Minus 1,7 Prozent, im Maschinenbau sogar sechs Prozent.

Das Wachstum bei den Studierendenzahlen entfällt ausschließlich auf die Universitäten. 27.608 Erstsemester entschieden sich hier für ein Informatik-Studium – 6,5 Prozent mehr als noch 2011.

An den Fachhochschulen war dagegen ein Rückgang um 5,2 Prozent auf 23.290 zu verzeichnen.

Jeder Zweite knickt ab

Großes Problem bleibt die hohe Abbrecherquote. So haben im vergangenen Jahr nach Bitkom-Schätzung nur rund 17.000 Studierende ihr Informatik-Studium erfolgreich abgeschlossen. Das sind gerade einmal 500 mehr als 2011. Die Abbrecherquote liegt über 50 Prozent.