„Wie können wir gute Realschüler auch nach der zehnten Klasse im IT-Bereich qualifizieren? Und ihnen ermöglichen, ein Studium anzufangen oder in den IT-Beruf einzusteigen?" Das sind die Fragen, die sich Studiendirektor Kurt Czekalla und seine Lehrerkollegen von der Otto-Bennemann-Schule gestellt haben.
Unterricht und Praxis
Antwort gefunden haben sie in eben jener neuen elften Klasse, in der die Schüler wöchentlich an zwei Tagen Schulunterricht bekommen und die übrigen drei Tage ein Praktikum in einem IT-Unternehmen absolvieren.
Das Angebot, das es niedersachsenweit sonst nur in Stade und Göttingen gibt, hat sofort eingeschlagen. 35 Bewerberinnen und Bewerber wollten in die Klasse aufgenommen werden, 23 haben es geschafft.
Chance auf ein Studium
Dieser Schülerkreis wird bei erfolgreichem Verlauf innerhalb von zwei Jahren die Fachhochschulreife erlangen und kann danach bundesweit mit einem Fachhochschulstudium, in Niedersachsen sogar mit einem fachgebundenen Hochschulstudium beginnen können.
Die Schüler brauchen dazu während der Klasse 11 zwingend einen betrieblichen Praktikumsplatz – doch die wenigsten, gerade sieben, haben bisher einen finden können, weil das neue Schulangebot kurzfristig auf den Weg gebracht wurde und viele Unternehmen ihre Plätze bereits besetzt haben.
Appell an IT-Branche
Deswegen hat Kurt Czekalla den Kontakt zu IT-Region 38 gesucht und bittet die IT-Unternehmen in der Region, „sich an der praktischen Ausbildung zu beteiligen und einen Praktikumsplatz zur Verfügung zu stellen".
Ihm sei klar, dass dies in der Kürze der Zeit eine Belastung für die Ausbilder bedeuten würde. „Aber ein erfolgreicher Start dieses neuen informationstechnologischen Schulangebotes für die Region Braunschweig liegt mir sehr am Herzen."
Infos als Download
IT-Region 38 unterstützt die Otto-Bennemann-Schule und stellt für interessierte Unternehmen die wichtigsten Informationen, darunter auch die Kontaktdaten zur Schule, hier zum Download bereit.