Herr Professor Kreyßig, welchen Eindruck nehmen Sie von der Veranstaltung mit nach Hause?
Dass es in der Region ein sehr gutes Netzwerk gibt. Und dass diese Zusammenarbeit außerhalb des Netzwerks zu wenig sichtbar wird. Es muss in die Köpfe rein, dass es in der Region mehr gibt als große Firmen wie VW oder Siemens – nämlich eine starke IT. Veranstaltungen wie diese können einen Teil dazu beitragen.
Wie hat Ihnen die Podiumsdiskussion gefallen?
Es waren ja fast hundert Besucher da. Ich denke, dass es denen gefallen hat und sie zu einer Nachfolgeveranstaltung wiederkämen. Dann würde ich mir wünschen, dass nicht zu viele Themen aufgeworfen würden – sondern nur eines, das man zu Ende diskutiert.
Welches Thema ist Ihnen wichtig?
Dass IT unheimlich viele neue Unternehmen hervorbringt. Wie kann man es in der Region schaffen, Studierenden mit tollen Ideen eine Umgebung zu bieten, in denen sie sich ansiedeln können? Die Antworten würden mich interessieren.
Wie sollte die IT in der Region von sich reden machen?
In der Schule meiner Kinder gab es einen Berufsinformationstag, an dem die Eltern ihre Berufe vorstellten. Meine Erfahrung an diesem Tag: Das Interesse der Kinder an den IT-Berufen ist gering. IT-Unternehmen müssen in die Schulen gehen, damit die Schüler erkennen können: Es lohnt sich, einen IT-Beruf zu wählen, und es gibt sehr gute Arbeitsmöglichkeiten in der Region.
Für eine praxisnahe Ausbildung ist die Kooperation mit Unternehmen ein wichtiges Thema an Ihrer Hochschule. Wie geht es da weiter?
Beim Bachelor-Studium funktioniert das an unserer Hochschule so gut, dass viele Studierende nach den Prüfungen sofort bei dem kooperierenden Unternehmen bleiben und einen Arbeitsvertrag unterschreiben. Damit diese Studierenden auch ihren Master machen können, arbeiten wir an einem neuen Angebot – so dass sie die eine Hälfte der Woche fest in ihrem Unternehmen arbeiten und die andere Hälfte an der Ostfalia den Master machen können.