„Die Fußballweltmeisterschaft 2010 wird bei Twitter ein großes Gesprächsthema sein. Deshalb werden viele Menschen auch vor den Spielen auf die Ergebnisse ihrer Lieblingsteams tippen. Unser Projekt Ballgezwitscher wertet die so genannten Tipp-Tweets aus und generiert daraus Statistiken, die wir vor den Spielen zeigen", sagt Martin Böhringer von der Professur Wirtschaftsinformatik II der TU Chemnitz.
„Sobald ein Spiel angepfiffen wird, ist die Statistik natürlich eingefroren. Dadurch wird verhindert, dass Kommentare zu laufenden oder beendeten Spielen die gesammelten Twitter-Tipps verfälschen", ergänzt Patrick Helmholz vom Lehrstuhl Informationsmanagement der TU Braunschweig.
Auch über ihr Projekt hinaus verfolgen die Braunschweiger und Chemnitzer Wirtschaftsinformatiker die Veränderung des World Wide Web durch Web-2.0-Techniken mit starkem Interesse. „Da bei einigen von uns der Forschungsschwerpunkt beim Thema Microblogging liegt, lag es auf der Hand, Twitter und die Fußball-WM 2010 zu einem spannenden Projekt zu kombinieren", erklärt Böhringer.
Sein Tipp für die nächsten vier Wochen: „Genießen wir alle die Weltmeisterschaft und lassen uns überraschen, ob die Weisheit der Massen auch beim Tippen von Fußball-Ergebnissen funktioniert."