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Das Interesse ist groß,
die Zahl der Studierenden noch nicht
Von Stefan Boysen // 19. März 2009
Spätestens nach Abschluss des Schuljahres stehen wieder viele vor der Frage, welchen Beruf sie erlernen wollen. „Irgendwas mit Medien“ ist eine beliebte Antwort. Auch kaufmännische, soziale oder künstlerische Berufsfelder werden gern gewählt. Und die IT? Welchen Rang nimmt sie im Popularitäts-Ranking junger Menschen ein? Eine aktuelle Umfrage gibt Antwort.
Viele Jugendliche und junge Erwachsene weisen ein großes Interesse an IT-Berufen auf, setzen dieses aber selten in ein Studium oder eine Ausbildung um. Das hat die repräsentative Befragung durch das Markforschungsinstitut Forsa im Auftrag des Bundesverbands Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V. (BITKOM) ergeben. Befragt wurden 1.002 Jugendliche im Alter von 14 bis 25 Jahren.
39 Prozent der Befragten gaben an, dass sie großes oder sehr großes Interesse an einem Beruf haben, der im weitesten Sinne mit Informations- und Kommunikationstechnik zu tun hat. Auch die Imagewerte sind blendend. 81 Prozent der Befragten stimmten der Aussage zu, dass die IT-Branche „Berufe mit Zukunft“ bietet. Doch: Nur 17 Prozent der männlichen Abiturienten haben vor, Informatik, Elektrotechnik oder Mathematik studieren. Bei den Frauen sind es gar nur 4 Prozent.
Laut Umfrage zeigen Jugendliche ein höheres Interesse an IT-Berufen, wenn sie in der Schule am Informatikunterricht teilgenommen haben. „Die Einführung eines Pflichtfachs Informatik ist dringend erforderlich, um mehr junge Menschen für technische Studiengänge und Ausbildungswege zu begeistern“, sagte BITKOM-Präsident Dr. August-Wilhelm Scheer. Bisher ist nur in drei Bundesländern Informatik Pflichtfach an Oberschulen: in Bayern, Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern.
Und wann ist es in der IT-Region 38 so weit? Zu Beginn des Jahres setzten sich die Universitätspräsidenten aus Braunschweig, Clausthal und Hannover bei der Landesregierung öffentlich dafür ein, dass auch in Niedersachsens Schulen die Informatik zum Pflichtfach wird. Ein Anfang – immerhin.
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