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Gute Unterhaltung in schlechten Zeiten
Von Stefan Boysen // 14. August 2009
Was 1972, in der Steinzeit der Computerzeitalters, mit dem von Atari entwickelten Videospiel Pong beschaulich begann, hat sich längst zu einer gigantischen Industrie mit riesigen Umsätzen entwickelt. Die Hersteller von Computerspielen dürfen sich freuen, denn in diesem Jahr werden sie abermals Rekorderlöse erzielen. „Ob Strategie, Ballern oder Interaktion – durch das Spielen wollen sich die Menschen von den schlechten Nachrichten ablenken“, sagt Timo Michael, Spiele-Redakteur bei den RTL II-News, im Gespräch mit IT-Region 38.
Gut 2,7 Milliarden Euro wird die Branche in diesem Jahr mit Konsolen sowie Spielprogrammen für Konsolen und PCs umsetzen – das ist eine leichte Steigerung gegenüber dem Vorjahr. Bereits 2008 war der Umsatz um 17 Prozent gestiegen, 2007 gar um 29 Prozent. Das teilt der Branchenverband Bitkom wenige Tage vor Beginn der Computerpielemesse GamesCom in Köln mit.
Auch Timo Michael wird vor Ort sein und für RTL II über die Branche berichten. Im Juli besuchte der Experte die E3-Spielemesse in Los Angeles, wo die Hersteller Promis wie Paul McCartney und George Harrison, Pelé und James Cameron vor ihren Werbekarren spannten.
Die Wirtschaftskrise springt ihnen unterstützend zur Seite. „Die Branche weiß sehr gut, dass sie gerade jetzt zum Zuge kommt“, sagt Timo Michael, „Unterhaltung und Krise bilden ein gutes Gespann, das zeigen auch die steigenden Zahlen bei den Kinobesuchen.“
Neuerungen auf der Hardware-Seite kommen 2009 besonders von den mobilen Spielkonsolen, den sogenannten Handhelds. Die neuen Modelle haben einen Internetanschluss und ermöglichen das vernetzte Spielen von unterwegs. Auch innovative Konzepte wie Fitness-Spiele faszinieren die Käufer.
Timo Michael hat sie bereits ausprobiert und für gut befunden. „Durch diese Spielform holt man sich das Fitness-Studio in sein Wohnzimmer.“ Seine Prognose für das kommende Jahr: „Der Spiele-Boom geht weiter.“
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