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La dolce Vita? In Italien wird’s richtig bitter
Von Stefan Boysen // 12. Juni 2009
Ein Gespräch mit dem Handy kostet lediglich ein paar Cent die Minute? Von wegen. Wer am Steuer zum Handy greift und sich dabei erwischen lässt, muss tief in die Tasche greifen. Obacht: In vielen beliebten Reiseländern wird’s besonders teuer. In Deutschland dagegen kommt man vergleichsweise glimpflich davon.
La dolce Vita? Das süße Urlaubsleben in Italien kann sehr bitter enden, wen die Carabinieri das unerlaubte Telefonieren im Auto sanktionieren. Die Strafe laut Angaben des Branchenverbandes Bitkom: bis zu 594 Euro!
Hoch fallen die Sanktionen auch in den Niederlanden, Portugal und Ungarn aus, dort muss man eine dreistellige Euro-Summe berappen. In Spanien kostet der Spaß mindestens 90 Euro.
Deutschland reiht sich in der Bußgeldrangliste im unteren Mittelfeld ein. Die Höhe des Verwarnungsgeldes: 40 Euro. Weniger als in Deutschland bekommt man in Polen (ab 39 Euro), Tschechien (ab 36 Euro) und Frankreich (ab 35) aufgebrummt. Bulgarien offeriert ein Schnäppchen – die Strafe beträgt schlappe 15 Euro.
Wer den Hütern des Gesetzes aus dem Weg gehen möchte, sollte sich diese Bitkom-Tipps aufmerksam durchlesen:
1.) Nicht nur Telefonieren mit dem Gerät ist tabu, auch das Lesen oder Schreiben von Kurzmitteilungen. Deswegen: Freisprecheinrichtungen oder Headsets nutzen.
2.) Die günstige Variante bietet das Headset. Wer den Kurzstreckenfunk Bluetooth nutzt, muss kein Kabel zwischen Headset und Telefon anschließen. Nachteil: Auf langen Strecken können Headsets stören, zudem sind sie nicht überall im Ausland anerkannt.
3.) Freisprechanlagen sind im Internet, in Kaufhäusern und Autohäusern sowie in Werkstätten erhältlich. Preiswert sind so genannte „Plug-and-Play“-Lösungen – sie können von Laien schnell in fast jedem Auto montiert werden. Komfortabler sind Freisprechanlagen, die man fest im Fahrzeug einbauen kann. In der Regel wird das Radio automatisch stumm geschaltet, wenn ein Anruf eingeht. Zudem ist die Sprachqualität meist deutlich besser, und es gibt keine frei herumliegenden Kabel.
4.) Achtung: Freisprecheinrichtungen sollten stabil im Fahrzeug montiert sein, damit weder die Anlage noch das Handy bei einem Bremsmanöver zum Geschoss werden. Wichtig ist, dass die Anlage nicht im Bereich der Airbags montiert wird und keine Schalter verdeckt. Vor allem bei Festeinbauten gilt: die Installation im Zweifel lieber einer Fachwerkstatt überlassen.
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In Spanien kostet sogar Baguette-Essen im Auto 120,00 Euro.
Kommentar by Christian Witt — 16. Juni 2009 @ 09:20