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Hingucker im knallharten Aufmerksamkeitswettbewerb
Von Stefan Boysen // 06. März 2009
4300 Aussteller sind bei der diesjährigen Auflage der CeBIT vertreten – ein Riesenaufgebot. Dass so gut wie jeder Stand mit neuen Lösungen, Trends und Innovationen aufwartet, macht die Aufgabe, die Gunst der Besucher zu gewinnen, umso anspruchsvoller. IT-Region 38 ist zu einem Rundgang über das Messegelände aufgebrochen – und hat sich umgeschaut, wie Aussteller aus unserer Region im knallharten Aufmerksamkeitswettbewerb punkten.
Wer wie die Technische Universität Braunschweig einen echten Hingucker wie Leonie präsentieren kann, ist klar im Vorteil. Das kühne Ziel, das am ITS-Niedersachsen-Gemeinschaftsstand mit großen Lettern angekündigt wird, sorgt für jede Menge Nachfragen: Ein autonomes Fahrzeug, das ganz ohne menschliche Eingriffe mit bis zu 60 km/h am Braunschweiger Stadtverkehr teilnimmt – „wie soll das denn, bitte sehr, möglich sein?“. Kai Homeier, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Betriebssysteme und Rechnerverbund, nimmt sich viel Zeit und beantwortet geduldig die Fragen der vielen Interessierten, die in die Halle 15 kommen. „2010 soll es so weit sein, dass wir die Zulassung haben und Leonie fahren lassen können“, sagt er, während sich auf dem Autodach ein Laserscanner mit hoher Geschwindigkeit dreht und seine Umwelt mit 64 Laserstrahlen abtastet. Ob Schüler oder Studenten, ob Autofreak oder Fachpublikum – die Besucher sind, man sieht’s, Feuer und Flamme für Leonie. Kai Homeier: „Das Interesse ist richtig groß.“
In Halle 6 wecken Hanno Schlüter und Michael Hohaus das Interesse für die AUEL EDV-Beratung GmbH und ihr Angebot. Im Fokus: das Online-Ticket-System booqtic und die Kalendersoftware regiotic. „Wer wir sind, was für Ziele und Visionen wir haben, wie bei uns Projektarbeit gemacht wird“ – das sei die Basis der Gespräche, erzählt Hanno Schlüter. Die Abwechslung macht’s: AUEL schickt täglich ein neues Team aus Braunschweig nach Hannover, um das Softwarehaus zu repräsentieren. An diesem Tag, so der Eindruck von Hanno Schlüter, ist die Resonanz „erstaunlich gut“.
Ein, zwei Fußminuten entfernt sitzt Frank Poelzl, Gründer der Braunschweiger Convision Systems GmbH, vor seinen Bildschirmen und informiert über die neusten Videoüberwachungs-Techniken. Frank Poelzl sagt das, was viele berichten: Dienstag war die CeBIT schwach besucht (und wer da war, scharte sich um Angela Merkel und Arnold Schwarzenegger), doch nach mauem Start zog das Interesse in den Tagen darauf an. Von Videoüberwachungsbildern in HDTV-Auflösung bis zur Auswertungssoftware für die Aufnahmen – Convision zeigt sich und seine Produkte in erster Linie den Geschäftspartnern. „Die CeBIT rentiert sich für uns“, sagt Frank Poelzl, „sie ist ein zentraler Anlaufpunkt für unsere Kunden.“
Unter dem Motto „making the world work smarter“ präsentieren sich IBM und seine Partnerunternehmen. Der Auftritt ist für niemanden zu übersehen, so groß wie IBM selbst, so groß ist auch der Messestand in Halle 2. Mittendrin: die ISR Information Products AG. Es sei von Anfang an die Strategie von ISR gewesen, den Erfolg der eigenen Produkte „durch die Kombination mit Technologie von Marktführern zu sichern“, sagt Thomas Goj, Head of Consulting. Dass sich IBM mit den Braunschweigern präsentiert – ein schönes Kompliment und der Beweis für eine gute Zusammenarbeit. Unternehmen Lösungen anzubieten, mit denen sie mehr Transparenz und schnellere Informationsflüsse gewinnen und schließlich ihr betriebswirtschaftliches Ergebnis verbessern – das ist das Thema, mit dem ISR in diesem Jahr auf sich aufmerksam macht.
Ob sich der Messeauftritt – die vielen Vorbereitungsstunden, der hohe Personaleinsatz und die Kosten – auszahlt und auch das eigene betriebswirtschaftliche Ergebnis verbessern wird? Das, sagt Thomas Goj lachend und spricht damit wohl für alle Aussteller aus der Region, kommt letztlich darauf an, wie viele CeBIT-Kontakte sich verhärten und zu Vertragsabschlüssen führen. Die erste Prognose, erzählt Thomas Goj, „werden wir in ungefähr einem halben Jahr geben können“.
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