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„RFID ist bei Volkswagen angekommen“
Markus Sprafke, Manager Zentrallogistik bei VW. Foto: Dirk Alper
Von Stefan Boysen // 02. September 2009
Die Begehrlichkeit ist groß. Ein RFID-System, das den Verarbeitungsprozess von Anfang bis Ende, also vom Rohbau bis zu den Lifecycle Services automatisch steuert – die Automobilhersteller sehen darin einen Schlüssel für ihre Zukunft. „Die Automobilindustrie lechzt danach“, sagt Markus Sprafke, Manager Zentrallogistik der Volkswagen AG.
» Zur Bildergalerie (RFID Meet IT am 1. Sep. 2009 bei der Wolfsburg AG )
So war die Veranstaltung „RFID und Automotive“ der Wolfsburg AG das ideale Forum für RFID-Entwickler und IT-Unternehmen, um neue Geschäftsbeziehungen aufzubauen und die Entwicklung kundenorientierter RFID-Lösungen anzustoßen.
Für die Automobilhersteller ist der Einsatz der RFID-Technologie ein wichtiges Thema. Vor voll besetzten Stuhlreihen im Forum AutoVision der Wolfsburg AG erhob eine Reihe von Experten die Radiofrequenzidentifikation zur Schlüsseltechnologie.
Markus Sprafke erzählte den mehr als hundert interessierten Besuchern, dass RFID bei Volkswagen bereits im Einsatz ist – zumindest in Teilen des Produktionsprozesses. Denn bevor die Technologie flächendeckend angewendet werden kann, gilt es noch einige Hürden zu überwinden und die IT-Branche kann dafür den nötigen Schub verleihen.
Die RFID-Tags, bestehend aus Prozessor, Speicher und Sende-/Empfangseinrichtung, müssen während der Produktion eines Autos hohe Temperaturen aushalten und größere Datenmengen speichern können – Anforderungen, die laut Markus Sprafke (noch) über den Stand der Entwicklung hinausgehen. „Hier gibt es erhebliches Innovationspotenzial“, so sein Fingerzeig in Richtung Informationstechnologie.
Volkswagen verspricht sich von der RFID-Einführung eine bessere Teile- und Fertigungssteuerung durch beschleunigte Prozesse. Die Zahlen deuten darauf hin, dass die Anwendung der automatischen Identifikation ins Rollen kommt. So war auf der Veranstaltung zu hören, dass der RFID-beeinflusste Anteil an der Bruttowertschöpfung im kommenden Jahr auf rund 62 Milliarden Euro steigen wird. 2004 waren es erst drei Milliarden Euro gewesen.
Wie gut RFID funktionieren kann, zeigt ein Pilotvorhaben von Volkswagen, das den Einsatz im Wareneingang erprobte. Das Projekt ist das weltweit erste aus der Riege der Automobilhersteller, das mit Hilfe von RFID und bei Einbindung von Zulieferern zu einer höheren Produktivität entlang der Logistikkette geführt hat. Markus Sprafke: „RFID ist bei Volkswagen angekommen.“
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