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Mit ESB oder ohne ESB, das ist die Frage …
Von Sebastian Lasek // 15. Juli 2008
Der Enterprise Services Bus (ESB) wird heute oft als die zentrale Infrastruktur einer serviceorientierten Architektur (SOA) angesehen. SOA ist zwar ein Buzz-Word, der ESB kann aber in einem Integrationsprojekt den Implementierungsaufwand deutlich reduzieren.
SOA klingt schon nach einem Projekt in zweistelligen Mio.- Bereich, bzw. wird gleich mit einem Marketinginstrument identifiziert. Das stimmt oft, es muss aber nicht immer der Fall sein. Servce-Orientierung als Architekturparadigma wird oft mit Enterprise Architekture in einem Satz erwähnt. Wenn wir uns aber in Hierarchie der EA etwas tiefer bis System-Ebene bewegen würden, merken wir auch, dass dieses Architekturparadigma in kleinerem Maßstab durchaus sinnvoll sein könnte. Wir sollen uns dabei bei Lösungen konzentrieren, die wirklich einen produktiven Reifegrad erreicht haben, nämlich – Enterprise Service Bus. Übrigens, es gibt zur Zeit weniger Hersteller, die ganzheitliche SOA Suites anbieten und dem Anspruch von Unternehmens-weiten SOA genügen und alle Aspekte abdecken (hier habe sogar das Thema „SOA-Governance“ komplett ausgeklammert). Ich kenne zumindest keine „out-of-the-box“ Pakete, aber ich lasse mich immer gerne von Softwarehersteller auf Konferenzen oder Messen überzeugen (bis heute ohne Erfolg).
Jedem, der in IT-Projektgeschäft tätig ist, ist es bewusst, wie schwierig es ist die Projekte in vorgegebenen Budgetrahmen zu halten. Ich spreche hier nicht von Time&Material Geschäft. Ein möglicher Faktor der Kostenoptimierung ist Einsatz von Frameworks bzw. Komponenten, die als OpenSource verfügbar sind. JBossESB gehört zu dieser Gruppe und stellt dabei eine vollwertige ESB Lösung dar. Das Konzept von ESB ist allgemein schon gut verbreitet und bekannt, aus meiner Sicht, besteht keine Notwendigkeit mehr, noch ein weiteres „was ist ein ESB“ Artikel zu schreiben. Bei Betrachten einer ESB Lösung sind folgende Aspekte wichtig: Integrationsmöglichkeiten in einem heterogenen Systemlandschaften (Interoperabilität), Flexibilität und Möglichkeit die IT-nah an Geschäftsprozessen auszurichten.
Ich hatte „das Glück“, in einem SOA-Projekt, ESB von JBoss einsetzen zu können. Meine Erfahrung aus dem Projekt ist in ein JavaMagazin Artikel eingeflossen. Der Artikel „JBossESB im Einsatz“ ist in der aktuellen JavaMagazin Ausgabe (08.2008) zu finden.
Links:
JBossESB : http://www.jboss.org/jbossesb/
JavaMagazin: http://it-republik.de/jaxenter/java-magazin-ausgaben/
Der Wirtschaftsingenieur Informatik Sebastian Lasek arbeitet seit mehr als 7 Jahren als Senior IT System Architekt bei T-Systems Enterprise Services bei uns in der Region 38. Ich freue mich sehr über seinen ersten Fach-Artikel zum Thema Architekturen hier bei uns und hoffe schon bald weiteres von ihm zu hören. Anmerk. d. Red.
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