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Architekturen verständlich machen
Von Sebastian Lasek // 26. September 2008
Es existieren ziemlich viele Definitionen von Softwarearchitektur und ist keine allgemein gültig. Eine von denen ist folgende:
„An architecture is the set of significant decisions about the organisation of software system, the selection of the structural elements and their interfaces by which the system is composed, together with their behaviour as specified in the collaborations among those elements, the composition of this structural and behavioural elements into progressively larger subsystems, and the architectural style that guides this organisation – these elements and their interfaces, their collaborations, and their composition.” [1]
Die Definition ist recht umfangreich, beschreibt aber dafür alle Gesichtspunkte der Softwarearchitektur. Weitgehend vereinfacht, Softwarearchitektur betrachtet statische und dynamische Aspekte des Systems und deren Zusammenwirken.
Die Dokumentation einer Systemarchitektur muss wenigstens diese beiden Themenblöcke darstellen. Die Architekturbeschreibung entsteht bei der Betrachtung von denselben Artefakten aus verschiedenen Perspektiven (Views). Zum einen gilt es, die eingesetzten Technologien und Frameworks zu dokumentieren, anderseits muss auch die Struktur und Verhalten fachlicher Komponenten beschrieben werden. Die Systeme im Enterprise Umfeld sind heutzutage so komplex, dass die Vereinfachung durch die Erschaffung der Abstraktion schlicht notwendig ist. Dabei ist eine textuelle Beschreibung oder Dokumentation im Code nicht ausreichend. Es sei denn, Sie sind der Architekt, Projektleiter und Entwickler in einem, Es entsteht schon die Versuchung dabei gar keine Kommentare im Quellcode zu machen.
Eine der Aufgaben eines Architekten ist standarisierte Methoden zu benutzen um das System abstrakt zu beschreiben. Da helfen zwei Werkzeuge: standarisierte Templates zum Beschreibung der Architekturen und UML als Notationsmittel. Diese Tools bilden die Grundlage für Kommunikation mit Entwicklern, Testern, Projektleiter und Kunden (ja, auch ein gutes Architekturdokument sollte sich gut „power-pointen“ lassen – z.B. „Big Picture“). Das erhöht auch Ihre Projektleistung, schafft Vollständigkeit und Korrektheit, zeigt viele Probleme, die Architektur-bedingt sind. Sie sparen sich auch lange Diskussionen der Art „wie soll ich das Problem beschreiben“, weil Sie mit einem Standard arbeiten. Sie denken sich jetzt „das ist doch klar“. Ich freue mich, dass ich mit einem erfahrenen IT-ler „virtuell spreche“. Mein Ziel war nicht, die Weisheiten der einschlägigen Werke zu wiederholen (die gibt es wirklich genug), sondern die Leser zu sensibilisieren. Da die „Sensibilisierungsleistung“ der 500-Seite-Werke scheint immer noch nicht ihre Wirkung erreicht zu haben (wenn man sich einige Projekte unter die Lupe nimmt), lohnt sich vielleicht weiter zu lesen.
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