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Auf dem Bewerbermarkt punkten, Kunden gewinnen und mit Bedacht wachsen
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Uwe Treubrodt
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Es zählt zu den Naturgesetzen, dass Gruppen wachsen wollen. Interessensgruppen wollen wachsen, Sportgruppen wollen wachsen – und auch Unternehmensgruppen. Seit November 2007 zählt die EVES Consulting GmbH zur EVES Group. „Wir sind die Experten, die bereits entwickelte Softwaresysteme vor Ort beim Kunden sicher in den Betrieb nehmen“, sagt Uwe Treubrodt, Geschäftsführer der EVES Consulting GmbH.
Die Betreuung unternehmenskritischer IT-Systeme von der Einführung bis zu ihrer Ablösung, die Übernahme des Projektmanagements von Großprojekten für Branchen wie Automotive, Finance und Healthcare, die Weiterentwicklung laufender SAP-Systeme – so lautet grob das Portfolio, das sich das Startup auf die Fahne geschrieben hat und mit dem es sich an den gehobenen Mittelstand und Konzerne richtet. Mit der Gründung hat die EVES Group, an deren Spitze Sebastian Ebel steht, ihrer Unternehmenskette ein wichtiges Glied hinzugefügt. „Die Gruppe arbeitet untereinander eng zusammen, um Synergien zu bilden“, beschreibt Uwe Treubrodt die Strategie und verweist auf die Kooperation von EVES IT und EVES Consulting: Wenn der eine seinen Auftrag – die Entwicklung von Individualsoftware – erfolgreich erledigt hat, kommt der andere ins Spiel und unterstützt ihren Betrieb.
Die EVES Consulting GmbH, deren Prozesse sich nach dem in der IT Infrastructure Library (ITIL) festgelegten Standard definieren, hat nach kurzer Zeit mit der Volkswagen AG einen großen Kunden gewonnen. Ein bestehendes Produktdaten-Managementsystem gegen ein neues zu ersetzen, die Konstruktionssysteme zu verbessern und weiterzuentwickeln – „es gibt viel Arbeit“, betont Uwe Treubrodt. Natürlich stemme man nicht allein diese gewaltigen Aufgaben. „Es sind bis zu 130 Leute von verschiedenen Unternehmen daran beteiligt.“
Uwe Treubrodt kommt zugute, dass er die Automobilbranche aus dem Effeff kennt, er hat in Wolfenbüttel und Wolfsburg Fahrzeugbau studiert. „Es ist wichtig, die EDV-Kenntnisse genau an den Kundenprozessen ausrichten zu können“, sagt er. Im Bereich Automotive zeichnet EVES Consulting bereits eine starke Präsenz aus, nun sollen weitere kräftige Standbeine dazukommen. Doch der Geschäftsführer weiß, dass ein neu gegründetes Unternehmen jeden Entwicklungsschritt mit großer Sorgfalt gehen muss. „Was nützt es, ein riesiges Projekt anzunehmen, wenn man sein Versprechen nicht halten kann?“
Für Uwe Treubrodt ist es eine große Herausforderung, sich als Startup im Kampf um qualifizierte Arbeitskräfte mit renommierteren Unternehmen zu messen. Vor gut 15 Monaten, als die EVES Consulting GmbH an den Start ging, hatte sie es doppelt schwer, Ingenieure für sich zu gewinnen. Zum einen, weil gute Mitarbeiter rar sind; zum anderen, weil der Geschäftsführer für sein neues Unternehmen noch keine gefüllten Auftragsbücher mit konkreten Projekten vorlegen konnte, das die Ingenieure, die sich bei ihm vorstellten, hätte reizen können. Was also tun?
Uwe Treubrodt weiß Antwort. In den Vorstellungsgesprächen hebt er die Freiräume hervor, die Mitarbeiter in seinem Team hätten. „Viele Ingenieure fühlen sich in ihren Unternehmen als eine Nummer, als einer unter vielen“, sagt er, „bei uns dagegen bekommen sie die Möglichkeit, etwas Neues aufzubauen und ihren Gestaltungswillen zu beweisen. Sie können ihre Persönlichkeit einbringen und mit uns wachsen.“ Zur Strategie gehört auch, die Unternehmenskultur zu betonen. Natürlich wollten die Investoren Geld verdienen, erzählt Uwe Treubrodt, aber sie beließen es im Unternehmen, um das weitere Wachstum zu unterstützen. „Wir wollen ein attraktiver Arbeitgeber sein und soziale Verantwortung tragen“, so der Anspruch.
Heute hat die EVES Consulting GmbH sechs Mitarbeiter in ihren Reihen – ist aber noch lange nicht am Ziel. In den nächsten vier, fünf Jahren, so die Eigenvorgabe, „sollen es 40 bis 50 sein“. Uwe Treubrodt ist davon überzeugt, dass das Vorhaben gelingt. Ob auch die Region ihren Beitrag zum Unternehmenserfolg liefern kann? Gut möglich, meint der 49-Jährige. Er persönlich fühle sich hier ausgesprochen wohl, „man ist nicht auf dem Lande, aber auch nicht in einer unüberschaubaren Großstadt“. Zudem würden viele Wirtschaftszweige gute Möglichkeiten bieten, um auf der Karriereleiter aufzusteigen. Kurzum: In der Region lasse es sich gut leben, sagt Uwe Treubrodt, „sowohl als Familie als auch als Berufstätiger“.
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