Nach Einschätzung der Befragten hat sich parallel der Fachkräftemangel verschärft. 58 Prozent sagen, dass es zu wenig IT-Spezialisten gibt. Das ist ein höherer Wert als in den Boom-Jahren 2007 und 2008.
Softwareanbieter suchen händeringend
Laut Umfrage entfallen rund 16.000 der offenen Stellen für IT-Experten auf die Branche Informations- und Telekommunikationstechnologie (ITK), der Großteil davon auf Anbieter von Software und IT-Dienstleistungen.
Hoher Bedarf an Software-Entwicklern
Entsprechend hoch ist der Bedarf an Software-Entwicklern. 84 Prozent der ITK-Unternehmen mit freien Arbeitsplätzen suchen Software-Spezialisten für die Entwicklung neuer Anwendungen. 40 Prozent benötigen Marketing- und Vertriebsexperten und 36 Prozent IT-Berater.
Gefragt: IT-Administratoren
Bei den Anwendern von ITK-Lösungen in anderen Wirtschaftszweigen gibt es rund 22.000 freie Jobs. Hier suchen 59 Prozent der befragten Unternehmen IT-Administratoren, die für den reibungslosen Betrieb von Hard- und Software in der Organisation sorgen.
Positiv entwickeln sich die Gehälter von IT-Experten. Nach einer Untersuchung der Personalberatung Kienbaum für Bitkom steigt das Salär von IT-Spezialisten in der ITK-Branche im laufenden Jahr im Schnitt um 4,7 Prozent. Andere Fachkräfte verdienen in der gesamten Industrie nur durchschnittlich 2,7 Prozent mehr.
Gehalt in 2010: 60.100 Euro
Im Jahr 2010 erzielten Vollzeitbeschäftigte in der ITK-Wirtschaft ein Bruttojahresgehalt von durchschnittlich 60.100 Euro. Damit lag die Hightech-Branche noch vor den Energieversorgern mit rund 59.400 Euro Bruttojahresgehalt, der chemischen Industrie mit 54.600 Euro oder dem Fahrzeugbau mit 54.500 Euro.
Branche gewinnt IT-Mitarbeiter
Die Umfrage zeigt, was die Firmen angesichts des Experten-Engpasses für die Gewinnung junger Mitarbeiter tun. Zwei Drittel der befragten Unternehmen bieten Praktika oder Werkstudenten-Jobs an. 54 Prozent bilden in unterschiedlichen Berufen selbst aus. Damit liegt die Branche deutlich über dem Durchschnitt der deutschen Industrie von rund 30 Prozent. Jeweils 43 Prozent kooperieren mit Schulen oder Hochschulen.