Hehre Ziele

Die IT wird weiblich: Unternehmen wollen Frauenanteil bis 2020 auf 25 Prozent schrauben

Die IT ist eine echte Männerdomäne. Frauen, die als Softwareentwickler, Fachinformatiker oder IT-System-Elekroniker arbeiten, sind eindeutig in der Unterzahl. In den kommenden Jahren könnte sich dieses Missverhältnis mehr und mehr aufheben – wenn man denn den Ankündigungen der Branche Glauben schenken möchte. Denn die IT-Unternehmen setzen sich ehrgeizige Ziele für eine Erhöhung des Frauenanteils in Fach- und Führungspositionen.

Bis zum Jahr 2020 streben sie im Schnitt eine Versechsfachung des Frauenanteils in Top-Führungspositionen an, eine Verdreifachung im Mittelmanagement und ein Plus von fast 70 Prozent bei IT-Fachkräften.

Umfrage unter 700 Unternehmen

So lautet das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage zur Personalplanung im Auftrag des Branchenverbands Bitkom unter 700 Unternehmen in der Branche. Dabei wurde unter anderem gefragt, wie hoch der Frauenanteil in bestimmten Positionen aktuell ist und wie er sich in den kommenden acht Jahren entwickeln soll.

Die aktuelle Situation in den Unternehmen zeigt aber auch, dass die diskutierte Frauenquote von 30 Prozent für den Hightech-Sektor nicht zu realisieren wäre.

Kaum Geschäftsführerinnen

Beträgt der Anteil von Frauen im Top-Management derzeit knapp 3 Prozent, soll er bis 2020 auf knapp 17 Prozent steigen.

Im Mittelmanagement fällt der Anstieg von derzeit 4,4 Prozent auf geplant 15 Prozent moderater aus.

Bei den Fachkräften planen die Unternehmen einen Anstieg von aktuell 15 Prozent auf 25 Prozent im Jahr 2020.

Klage über zu wenig Bewerberinnen

Angesichts eines Frauenanteils von knapp 20 Prozent im Studienbereich Informatik und einer Quote von weniger als 10 Prozent bei den IT-Azubis suchen Unternehmen schon heute oft vergeblich nach weiblichen Absolventen. Laut Umfrage geben zwei Drittel der Befragten an, dass es eine zu geringe Zahl an weiblichen Bewerbern gibt.

Durchschnitt (0 Stimmen)