Der deutliche gefallene Geschäftsklima-Saldo von 28 Punkten gegenüber 51 Punkten im Frühjahr ist vor allem auf die schlechten Geschäftserwartungen zurückzuführen.
Euro-Krise dämpft Erwartungen
War bei der April-Umfrage noch jedes zweite IT-Unternehmen optimistisch, dass sich die Auftragsbücher im kommenden halben Jahr in größerem Umfang füllen werden, so geht zurzeit nur noch jedes dritte Unternehmen von steigenden Umsätzen aus. „Euro-Schuldenkrise und die Sorge um Europas Zukunft dämpfen offenbar die Aussichten", sagt Frank Fauth, Gründer der Initiative IT-Region 38.
Gegenwart besser als Zukunft
Denn momentan steht die Branche, die nach Angaben des Bundesverbandes Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (Bitkom) mit deutschlandweit 850.000 Mitarbeitern hinter dem Maschinenbau zweitwichtigster Arbeitgeber ist, weitaus besser da: Jedes zweite Unternehmen beurteilt die aktuelle Geschäftslage in der Konjunkturumfrage von IT-Region 38 als gut.
Mangel an Fachkräften akut
Indes bremst der Fachkräftemangel die Entwicklung der regionalen IT-Branche weiterhin aus. 18 Unternehmen beantworten die Frage, ob sie derzeit offene Stellen nicht mit Fach- und Führungskräften besetzen können, mit Ja.
Strategie für mehr Mitarbeiter
Weil die Standortbedingungen in Bezug auf die Verfügbarkeit hochqualifizierter IT-Mitarbeiter überwiegend als mittelmäßig eingeschätzt werden, richtet die Branche ihren Blick über die Grenzen: Für 55 Prozent der Unternehmen kommt es prinzipiell in Frage, Fachkräfte aus dem europäischen Ausland in die Region zu holen.
Auswertungen, Teil II
Die Konjunkturumfrage zur Geschäftslage und den Erwartungen der regionalen IT-Unternehmen, mittlerweile gute Tradition, hat eine Reihe weiterer interessanter Ergebnisse hervorgebracht - in Bezug auf die regionalen Standortbedingungen zur Verfügbarkeit hochqualifizierter Arbeitskräfte und die Hürden bei der Einstellung von Fachkräften aus dem Ausland. Mehr dazu morgen in Teil 2 der Auswertung der Konjunkturumfrage von IT-Region 38.