Herbst-Konjunkturumfrage von IT-Region 38, Teil II

Softwareentwickler aus dem Ausland? Die IT-Branche kann sich das vorstellen – sieht aber Barrieren

Der IT-Fachkräftemangel treibt sein Unwesen. Auch bei uns in der Region: In der Herbst-Konjunkturumfrage von IT-Region 38 offenbarten 18 Anbieter von Software und IT-Services, dass sie sich nicht imstande sehen, ihre offenen Stellen zu besetzen. Ob sie ihren Blick deswegen ins Ausland richten, um dort Softwareentwickler, IT-Projektmanager oder Spezialisten für die IT-Sicherheit für sich zu gewinnen, und welche Hürden sie bei der Einstellung sähen – das beantwortet Teil II der Herbst-Konjunkturumfrage von IT-Region 38.

Mittelmäßig – 30 IT-Unternehmen wählten diese Einordnung als Antwort auf die Frage, wie sie die regionalen Standortbedingungen hinsichtlich der Verfügbarkeit von IT-Fachkräften beurteilen würden.

Ausland? Prinzipiell möglich

Mehr als die Hälfte der 44 Umfrageteilnehmer räumt wohl auch deswegen ein, dass sie auf der Suche nach Softwareentwicklern prinzipiell auch den Schritt ins Ausland gehen würden.

Eine Frage widmet sich den Barrieren, die regionale IT-Unternehmen bei der Einstellung von IT-Fachkräften aus dem europäischen Ausland wahrnähmen.

Sprache und Bürokratie

22 Unternehmen würden fehlende Deutsch-Kenntnisse als Problem sehen, 17 rechneten mit bürokratischen Hürden. Die Vergleichbarkeit der Qualifikation zwischen deutschen und ausländischen Softwareentwicklern zweifeln elf Unternehmen an.

Übrigens: Als Anmerkung wurde auf einem der Fragebögen notiert, man solle „selbst besser ausbilden". Elf Unternehmen gaben an, keine Hürden wahrzunehmen, zwei weitere machten hierzu keine Angaben.

IT-Region 38 goes Europe?

Kann IT-Region 38 dazu beitragen, den Fachkräftemangel in der Region zu lindern? Indem die Initiative mit Regionen in der EU eine Partnerschaft aufbaut für einen Austausch von IT-Fach- und Führungskräften? 26 IT-Unternehmen hielten dies für sinnvoll.

Im Früjahr geht es weiter

Die nächste Konjunkturumfrage zur Lage und den Erwartungen der regionalen IT-Branche startet wie gewohnt im Frühjahr.

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