Wider der ständigen Verfügbarkeit:

Volkswagen schiebt Mails an Blackberrys von Mitarbeitern einen Riegel vor

Frei haben und trotzdem Telefonate führen und E-Mails beantworten? Das ist für die meisten Berufstätigen selbstverständlich geworden. Drei von vier Arbeitnehmern sind dieses Jahr nach einer Mitteilung des Branchenverbands Bitkom zwischen Weihnachten und Neujahr für den Chef, die Kollegen oder Kunden erreichbar – obwohl sie doch eigentlich Urlaub haben. Ständige Verfügbarkeit ist zum Markenzeichen unserer Welt geworden. Volkswagen hat für seine Mitarbeiter aber andere Pläne.

Denn mehr als tausend VW-Mitarbeiter können sich künftig darauf einstellen, dass ihr Feierabend auch wirklich einer ist – zumindest was die Mails angeht.

Eine neue Betriebsvereinbarung sieht vor, dass Nachrichten eine halbe Stunde nach Dienstsschluss nicht mehr an ihre Blackberry-Smartphones weitergeleitet werden.

Der Mailserver behält die Nachrichten für sich – bis zum kommenden Tag. Dreißig Minuten vor Dienstbeginn ist die Verbindung wieder offen.

Das Medienecho ist riesig: Neben der Wolfsburger Allgemeinen Zeitung haben jede Menge weiterer Medien über die neue Betriebsvereinbarung bei Volkswagen berichtet – von Spiegel Online über Financial Times bis Süddeutsche.

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