Populärer Brotkasten, dem in den Achtzigern keiner das Wasser reichen konnte - der Commodore 64. Bild: Wikipedia
Populärer Brotkasten, dem in den Achtzigern keiner das Wasser reichen konnte - der Commodore 64. Bild: Wikipedia

Computer-Gigant

Brotkasten aus Braunschweig: Der Commodore 64 feiert 30. Geburtstag

Der Commodore 16? War von einem Tag auf den nächsten uncool. Denn plötzlich stand der 64er einigermaßen bezahlbar im Regal, schön stilecht beim Discounter Aldi. In den achtziger Jahren war der Kauf des so genannten Brotkastens eine ganz normale Großinvestition de Jugendlichen. Aber was war schon normal in einer Zeit, in der man ein Ding namens Datasette aufschraubte, um stundenlang den Tonkopf zu justieren, bis das Spiel endlich lud. Und in der man mit einem Locher Kerben in Disketten stanzte, damit sie wie von Zauberhand beidseitig bespielbar waren. Heute wird der Commodore 64, dem wir all diese Erfahrungen zu verdanken haben, 30 Jahre alt – und Braunschweig, das Teil der Erfolgsgeschichte ist, feiert mit.

Denn der meistverkaufte Heimcomputer, der im Januar 1982 der Öffentlichkeit vorgestellt wurde, der weitweit geschätzte 30 Millionen Mal über den Ladentisch ging und gegen den jeder Atari alt aussah, ist fest mit der Region verbunden. Eine stattliche Stückzahl wurde im Braunschweiger Commodore-Werk montiert.

Entwicklungsabteilung in Braunschweig

Wikipedia weiß, dass in der Hochzeit des Computer-Giganten Commodore – dessen Rechner genauso fester Bestandteil der achtziger Jahre waren wie Swatch, Spliff und die Gremlins –, ein Werk mit Entwicklungsabteilung und Auslieferungslager in Braunschweig stand.

Amiga-Expertise

„Die Entwicklungsabteilung in Braunschweig erwarb sich vor allem Kompetenz auf dem Gebiet der IBM-PC-kompatiblen Computer (Commodore PC-10 bis PC-60 sowie Amiga-Sidecar), arbeitete aber auch am Amiga 2000 (A-Board-Version) und Amiga 3000 (dessen Spezialchips) aktiv mit", erzählt Wikipedia im Detail.

Schade nur, dass es Commodore heute nicht mehr gibt, weder in Braunschweig noch sonstwo auf der Welt. Denn das Unternehmen ging 1994 pleite. Dabei interessiert sich IT-Region 38 brennend für die große Zeit der Home Computer.

Zeitzeugen gesucht

Wenn also unter den Lesern jemand ist, der jemanden kennt, der in den Achtzigern im Braunschweiger Commodore-Werk arbeitete und dem 64er Leben einhauchte – IT-Region 38 würde sich herzlich für den Kontakt zu ihm bedanken.

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