Erfolgsstory SMS

KSSM. Dem gängigen SMS-Lexikon zufolge bedeutet das „Kein Schwein schreibt mir". Was eigentlich nicht sein kann, denn noch wie wurden in Deutschland so viele SMS versendet wie im vergangenen Jahr – nämlich 29,1 Milliarden.

Das ist ein neuer Rekord, wie der Branchenverband Bitkom mit Verweis auf aktuelle Daten der Bundesnetzagentur mitteilt. 2008 übermittelten die Mobilfunkbetreiber in Deutschland pro Tag knapp 80 Millionen SMS – das sind 923 pro Sekunde.

Oh mein Gott bzw. OMG werden jetzt diejenigen sagen, die an der Entwicklung der SMS maßgeblich beteiligt waren. Denn dass die Kurznachricht eine solche Erfolgsstory werden würde – damit konnte niemand rechnen.

Bei Wikipedia ist zu lesen, dass die Datenübertragung per SMS im Grunde nicht gerade billig ist. So kostete 2008 die Übertragung von einem Megabyte bei den größten deutschen Mobilfunkanbietern 1423 Euro – denn um diese Datenmenge erzielen zu können, müssten Tausende SMS á 160 Zeichen (1 Zeichen = 7 Bits) versendet werden.

Die allererste SMS wurde am 3. Dezember 1992 von einem PC an ein Mobiltelefon im Britischen Vodafone-Netz geschickt. Die Idee für die Entwicklung der SMS beanspruchen mehrere Visionäre – beispielsweise Friedhelm Hillebrand, der in den achtziger Jahren Mitarbeiter der Deutschen Telekom war.

Oder Matti Makkonen, mit dem die Berliner taz ein launiges Interview führte. Darin sagte der Finne, dass er heute wohl Milliardär sein würde, wenn er seine Idee damals zum Patent angemeldet hätte. OMG.

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