Von Stefan Boysen
Vor einem Vierteljahrhundert begann in Deutschland der Siegeszug der E-Mail. Am 3. August 1984 kam der erste elektronische Brief in Deutschland an. Ein gewisser Michael Rotert aus der Informatik-Rechnerabteilung an der Universität Karlsruhe erhielt die legendäre Nachricht. Die – orthographisch akrobatische – Betreffzeile lautete: „Wilkommen in CSNET!“. Im CSNET (Computer Sciences Network) hatten sich einige amerikanische Universitäten zusammengeschlossen.
Seitdem ist die E-Mail als neue Form der Kommunikation einen einzigartigen Erfolgszug angetreten. Rund 60 Prozent aller Deutschen über 14 Jahre verschicken heute Mails, so der Branchenverband Bitkom. Dass das weibliche Geschlecht mehr als das männliche zu sagen hat, zeigt sich in der E-Mail-Nutzung nicht. So verschicken 59 Prozent der Männer täglich private Mails, bei den Frauen sind es lediglich 43 Prozent.
Hübsche Anekdote: Auf den Stadtportalen in Karlsruhe ist zu lesen, dass jener Michael Rotert heute den Originalausdruck der ersten E-Mail in Deutschland in einer feierlichen Zeremonie an das Stadtarchiv Karlsruhe übergibt. Spätestens in 25 Jahren, zum 50. Geburtstag, wird man sich wieder ihrer erinnern.