Von Stefan Boysen
Das Bohai war riesengroß, selten hat eine neue Website so viel Aufmerksamkeit erzielt wie die von Stephen Wolfram. Die Wissensmaschine des britischen Physikers und Mathematikers, der sich mit der Entwicklung der Software Mathematica einen Namen gemacht hat, ist seit wenigen Stunden frei verfügbar – und revolutioniert mit ihrem Konzept die Szene der Internet-Suchmaschinen?
Womit WolframAlpha im Vergleich zu gängigen Suchmaschinen punkten will: Anstatt nach Eingabe des Users eine Sammlung von Links zu präsentieren, gibt die Website selbst Antworten. In Form von Schaubildern, Tabellen, Diagrammen. Wer also auf Zahlen steht und WolframAlpha beispielsweise mit „Dax", „Population" oder „CO2" füttert, wird sich zuvorkommend bedient fühlen.
Außerhalb der Zahlenwelt fühlt sich WolframAlpha weniger wohl. Es gibt viele Themen, mit denen die Wissensmaschine noch nichts anzufangen weiß und es vermutlich auch nicht will. „WolframAlpha isn't sure what to do with your input", heißt es dann. Antworten liefert sie dennoch, wenn auch über Umwege. Wer „Hamburger SV" eingibt, landet statt bei einer Chronik mit den wichtigsten Kluberfolgen beim Speisenangebot von Burger King – und erfährt so einiges über Protein-, Calcium- und Eisengehalt des Hamburgers.