Ein Friedensnobelpreis für dich

Jean Henry Dunant war der Erste. Barack Obama der Letzte. Und das Netz ist der Nächste? Die Redakteure des US-amerikanischen Technologiemagazins Wired haben sich etwas ganz Besonderes ausgedacht – und zwar das Internet zum Friedensnobelpreisträger 2010 zu pushen.

Barack Obama hat den Preis für dieses Jahr noch nicht einmal entgegengenommen, da fasst Wired schon den kühnen Plan, eine Kampagne für das Netzwerk aller Netzwerke loszutreten. Auf der Website » internetforpeace.org trommeln die Redakteure laut dafür, dem Internet die weltweit begehrteste Auszeichnung zu verleihen.

Warum? Weil das Internet „ein Werkzeug für den Frieden" ist, wie es das Manifest auf der Seite verkündet. Dialog und Debatte, Offenheit und Teilnahme – mit dem Internet könne jeder den „Samen der Gewaltlosigkeit säen".

Und wer hat das Netz geformt? Die Menschen. Weswegen der Friedensnobelpreis 2010 eine Würdigung „für alle und jeden von uns" wäre. Mal schauen, ob wir demnächst allesamt Preisträger sind. Einen Preis haben auf jeden Fall die Redakteure von Wired verdient – für einen respektablen PR-Coup.

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