Telekom öffnet VDSL-Netz für den Wettbewerb

Der Breitbandausbau in Deutschland schreitet weiter voran: Die Telekom hat angekündigt, ihr VDSL-Netz für die Konkurrenz zu öffnen. Weil das für mehr Wettbewerb sorgt, dürften in der IT-Region 38 die Tarife fallen und sich die hochleistungsfähigen Datenleitungen schneller verbreiten.

VDSL (Very High Speed Digital Subsriber Line) ist bisher in 50 deutschen Städten in großen Teilen des Ortsnetzes verfügbar, darunter auch in der IT-Region 38 in Braunschweig. VDSL leistet mit 50 Megabit pro Sekunde im Vergleich zur herkömmlichen DSL-Verbindung deutlich höhere Übertragungsgeschwindigkeiten. Das Ziel der Bundesregierung lautet, bis zum Jahr 2014 drei Viertel aller Haushalte mit Anschlüssen von mindestens 50 Megabit zu versorgen – und die Entscheidung der Telekom unterstützt diese Vorgabe.

Die Wettbewerber der Telekom hatten immer wieder gefordert, dass der Konzern sein VDSL-Netz freigibt. Jetzt sucht der größte deutsche Anbieter von Telekommunikationsleistungen deren Nähe. Man sei bereit für Kooperationen, sagte T-Home-Chef Timotheus Höttges während einer Pressekonferenz in Hannover im Vorfeld der CeBIT. Ab Frühsommer bekommt die Konkurrenz für etwa 30 Euro pro Anschluss die Möglichkeit, ihren Kunden ein VDSL-Double-Play-Produkt für Internet und Telefon anzubieten.

Laut Eigenangaben hat die Telekom in den vergangenen zehn Jahren zehn Milliarden Euro in den Breitbandausbau in Deutschland investiert. In diesem Jahr sind es 300 Millionen. 100 Millionen Euro will man in die Versorgung von weißen Flecken stecken, wo es noch keine Breitbandanschlüsse gibt. Inwieweit diese Ankündigung auch die IT-Region 38 betrifft, ist noch offen.

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