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Lucs IT-Kolumne

Lucs Kolumne

Achtung, Mithörer

Nostalgiker möchte ich nicht sein, aber ich kann mich noch erinnern an die Aufkleber, die in Telefonkabinen aufgeklebt waren und auf denen „Fassen Sie sich kurz" zu lesen war. Damit niemand das kurze Gespräch mithörte, besaßen die Kabinen noch eine Tür, die den Anrufer von Lärm und indiskreten Ohren isolierte. Falls ein Zweiter an dem Telefonat teilnehmen wollte, musste er sich mithineinquetschen.

Lucs Kolumne

Der Ansturm

Als ich noch ein kleiner Bube war, hat mich ein Bericht fasziniert. Ich kann mich heute nicht mehr erinnern, ob er in einem Buch oder in einer Zeitschrift stand. Es war ein Bericht über den amerikanischen Gründer einer großen internationalen Zeitung, der während einer Weltreise davon geträumt hatte, täglich weltweit Nachrichten zu vermitteln, indem dieselbe Zeitschrift, mit fast dem gleichen Inhalt, schnell in jeden Winkel der Erde geliefert wird. Er hatte auf der Reise Nachrichten aus der Heimat vermisst und dachte, er wäre nicht der Einzige sein, der dieses Bedürfnis hätte.

Lucs Kolumne

Neues im Net

Die Medien berichten dauernd über den Klimawandel und über alles, was CO2 produziert und dadurch die Umwelt belastet. Sie reden einem ständig ins Gewissen: Nicht fliegen, kein Auto fahren, Ökostro m beziehen, Strom sparende Server kaufen usw. Man kann sich nicht vor den Berichten in den Zeitungen, im Fernsehen, im Radio schützen, ständig muss man daran denken, egal, was man tut.

Lucs Kolumne

Die Freiheit im Jahr 2010

„Wegen der Sicherheitsmaßnahmen am Flughafen müssen Sie viel früher losfahren“, sagt der Reisebüro-Mitarbeiter zu Liliana, während er im Rechner nach der gewünschten Flugverbindung sucht, um ihr ein Ticket auszustellen. Daraufhin beginnt eine Diskussion über den Sinn und die Gründe aller Vorkehrungen, die immer wieder getroffen werden, sobald ein Attentat vereitelt oder ausgeübt wird. Das Leben der Bürger werde nur noch umständlicher und so glauben sie, dass die Terrororganisationen mehr oder weniger ihre Ziele erreichen.

Lucs Kolumne

Delokalisierung und Identifikation

Man kann nicht genug über die Veränderungen, die das digitale Zeitalter mit sich gebracht hat, schreiben. Die Delokalisierung und die Identifikation kamen mir in den Sinn, nachdem unser Hausmeister mir über seine Lage berichtet hatte. Sein Sohn wollte wissen, für welches Unternehmen er arbeitete. Der Vater sagte ihm den Namen der Firma, dann fragte der Sohn, ob die Firma groß sei. Er überlegte kurz und antwortete, dass er das nicht genau wusste. Er habe Kollegen, die er nie sehe, er kenne seinen Chef nicht. Er war nur einmal in dem Büro, um seinen Vertrag zu unterschreiben und seitdem bestehe der Kontakt mit seinem Unternehmen nur über Telefon und Bankkonto.

November 2009

Neue Jobs

Der frisch gebackene IT-Spezialist Kelvin gehört zu den Menschen, die davon ausgehen, dass ihre Bürgerrechte unantastbar sind. Die aktuellen Nachrichten aus der Welt der IT gefallen ihm überhaupt nicht, Datenskandale bei großen und kleinen Unternehmen usw. Der Staat und viele Betreiber von Internetplattformen sind richtig hungrig nach Daten von Personen geworden. Der sicherste Weg von diesem System nicht erfasst zu werden, besteht darin, nicht dazu zu gehören, sich in eine „Datenwüste“ zurückzuziehen und jegliche Kommunikation über das Netz mit der Gesellschaft zu vermeiden. Ein Freund braucht die Kontaktdaten von Kelvin nur in einem Adressbuch zu speichern, damit diese Daten sich auf eine andere Datenbank übertragen lassen.

November 2009

Neue Jobs

Der frisch gebackene IT-Spezialist Kelvin gehört zu den Menschen, die davon ausgehen, dass ihre Bürgerrechte unantastbar sind. Die aktuellen Nachrichten aus der Welt der IT gefallen ihm überhaupt nicht, Datenskandale bei großen und kleinen Unternehmen usw. Der Staat und viele Betreiber von Internetplattformen sind richtig hungrig nach Daten von Personen geworden. Der sicherste Weg von diesem System nicht erfasst zu werden, besteht darin, nicht dazu zu gehören, sich in eine „Datenwüste“ zurückzuziehen und jegliche Kommunikation über das Netz mit der Gesellschaft zu vermeiden. Ein Freund braucht die Kontaktdaten von Kelvin nur in einem Adressbuch zu speichern, damit diese Daten sich auf eine andere Datenbank übertragen lassen.

Oktober 2009

Das menschliche Google

Schon in meiner Jugend habe ich festgestellt, dass Informationen ein höchst interessantes und wichtiges Gut sind. Damals hörte ich jeden Tag, früh morgens, bevor ich mich auf den Weg zur Schule machte, die Nachrichten von Radio France Internationale, BBC, der deutschen Welle aus Köln und natürlich unseren nationalen Sender. Die Sender hatten ihre Nachrichten so ausgestrahlt, dass man sie alle hintereinander hören konnte.

September 2009

Ein Handschuh für Handys

Ich möchte gerne an der diesjährigen Erfinder-Messe in Benin teilnehmen und mache mir Gedanken über das Gerät, das ich für dieses Land erfinden könnte. Dafür beschließe ich, einen Spaziergang durch die Stadt zu machen. Eine Sensation kann ich nur hervorrufen, wenn ich etwas vorstelle, dass die Mehrheit der Bevölkerung braucht.

August 2009

Der Autodieb

Jan war ein Meister. Jahrelang hatte er auf seinem heimischen Computer hauptsächlich Passwörter geknackt. Danach machte es ihm Spaß auf fremden Webseiten böse Wörter zu hinterlassen, sehr zum Ärger der Webmaster. Irgendwann war ihm das langweilig geworden, er brauchte neue Herausforderungen, einen neuen Kick, wie er sagte. Er entwickelte ein fernbedienungsähnliches Gerät, mit dem er die Codes von Autos lesen konnte. Er knackte so die Türschlösser und begann Autos zu stehlen, die er ins Ausland verschob.

Juli 2009

Ein neues Apps von Ulli

Ulli sitzt in seinem Arbeitszimmer, im Keller seines Hauses. Er muss ein Programm liefern und der Test klappt nicht. Eigentlich sitzt er immer dort tagelang und nächtelang. Wenn seine Frau von ihrer Arbeit zurückkommt, geht sie ihn grüßen, er nickt ihr zu, redet mit ihr, den Blick auf den Bildschirm gerichtet. Die Frau dreht sich meisten schweigend um und geht in die Wohnung, wo sie nach dem Abendbrot ihren Abend vor dem Fernseher verbringt. Sie schläft dabei ein und wacht irgendwann auf, macht den Fernseher und das Licht aus und geht ins Zimmer schlafen, wo ein kaltes Bett auf sie wartet. Um fünf kriecht Ulli unter die Decke und legt sich neben sie. Eigentlich hätte sie sich über die Anwesenheit ihres Mannes gefreut und ihm ihren Rücken angeboten, aber die unterkühlte Laune, die sie am Vorabend ins Bett mitgenommen hat, erstickt jede Lust im Keim.

Juni 2009

Der Mann auf der Flucht

Faradah war ein Mann voller Geheimnisse. Sein Name, seine Geburt, seine Vorlieben, seine Herkunft, alles blieb seiner Umgebung verborgen. Man vermutete, dass er aus dem Libanon stammte. Andere dachten aus Australien oder aus Lateinamerika. Auch wenn die Nachbarn sich mit ihm abgefunden hatten, ließ sie das Gefühl nicht los, mehr über ihn erfahren zu wollen. Er besuchte niemanden und niemand besuchte ihn. Nicht mal in den umliegenden Restaurants und Imbissen hatte er je gegessen. In seinem Haus herrschte Ruhe. Nur die Bäume im Garten bewegten sich und raunten im Wind.

Mai 2009

Der fürsorgliche Sohn

Alles begann an einem Sonntag. Florian, der Informatiker besuchte seine Eltern. Sie frühstückten und die Stimmung war gut. Dann, plötzlich, sagte er: „Mutter, Vater, ich mache mir Sorgen, es ist Zeit, an euer Alter zu denken. Ihr könnt nicht ewig so tun, als ob ihr nie alt werdet.“ Seiner Meinung nach handelten seine Eltern unverantwortlich, indem sie sich keine Gedanken über ihr Alter machten und lebten, als ob die Jahre nie vergingen. Sie nahmen an Kaffeefahrten teil, besuchten verschiedene Tanzkurse und wenn Deutschland mal zu kalt wurde, flogen sie in den Süden.

April 2009

Luc probiert das E-Book aus

Mehrere Wochen lang erhielt ich Werbung über das neue E-Book von Sony. Seit zehn Jahren versuchen Hersteller ein elektronisches Buch auf den Markt zu bringen. Die ersten Geräte hatten noch Probleme, aber die Entwickler haben hartnäckig weiter daran gearbeitet, anfängliche Fehler behoben und verbesserte Versionen versprochen. Experten haben kurz vor der diesjährigen Leipziger Buchmesse in der Presse den längst erwarteten Durchbruch prophezeit. Der Bildschirm sei flimmerfrei und sehe nach Papier aus. Man könne gleichzeitig problemlos mehrere Bücher mit sich tragen.

März 2009

Der Hellseher

Ich sitze in der Mensa und lausche dem Gespräch zweier Studentinnen. Sie unterhalten sich über ihre Probleme, das Studium und alles, was sie noch beschäftigt. Plötzlich höre ich: „Ich möchte gerne einen Hellseher über mein Leben befragen, kennst du jemanden?“ Da macht es Tick bei mir.

Februar 2009

Der Wettlauf

Während seines Wahlkampfs versprach der Bürgermeisterkanditat eine Nulltoleranz gegenüber Rowdys, Taschendieben, Bettlern und allen möglichen unerwünschten Menschen, die am Rande der Gesellschaft leben müssen oder wollen. Seine Botschaft kam an. Er wurde mit einer überwältigenden Mehrheit gewählt. Der Bürgermeister schaffte es, den Menschen mehr Vertrauen zu geben, indem er die Polizei dazu verdonnerte, mehr Präsenz zu zeigen.

Januar 2009

Der Journalist und die Schreibmaschine

Ich hatte mich in Lome (Togo) mit einem Journalisten in der Redaktion seiner Zeitung verabredet und kam etwas früher an. Im Warteraum beobachtete ich den Betrieb.

Dezember 2008

Neue Anwendungen für Satelliten

Mit der drohenden Rezession beschloss ein Unternehmer aus Braunschweig nach neuen Geschäftsideen und Märkten zu suchen. Jahrelang liefen seine Geschäfte in Deutschland so gut, dass er zufrieden war und keinen Grund fand, nach Ost-Europa zu expandieren.

November 2008

Digitale Partnervermittlung

Melanie hatte weder Mann noch Freund. Etwas, das sie ständig in Depressionen versetzte. Ihre WG-Mitbewohnerinnen, Miriam und Nurah, trugen die Last ihres Zustandes. Sie war eifersüchtig, wenn ihre Freunde zu Besuch kamen und ärgerte sich über Lappalien. Die beiden beschlossen für sie, zu ihrem dreißigsten Geburtstag, einen Partner zu suchen.

Oktober 2008

Ich will kein Handy mehr

Viele Menschen können sich von ihrem Handy nicht trennen, selbst zum Schlafengehen nehmen sie ihr Gerät mit ins Bett. Unter der Dusche liegt es in ihrer Reichweite. Natürlich benutzen sie es, um zu telefonieren, zu simsen und E-Mails zu schreiben.