Was ist euch wichtiger: Den Kids eine tolle Party zu bieten, auf der Alkohol und Zigaretten keinen Platz haben? Oder richtig Geld zu verdienen?
Vielen, die sich engagieren, geht das Geschäftliche ab. Bei uns ist das anders: Unsere linke Herzhälfte steht für das Engagement für das Gute, unsere rechte für das Business. Auf der einen Seite sind wir sozial und auf der anderen kalkulieren wir knallhart – für mich ergibt das eine wunderbare Symbiose.
In der Region habt ihr euch einen guten Namen gemacht. Wann macht ihr den nächsten Schritt?
Wir werden im kommenden Jahr mit den Monkey-Age-Partys deutschlandweit auftreten. Hannover, Köln, Düsseldorf und Berlin sind schon sicher. Hamburg, Kassel, Paderborn und Magdeburg sind in Planung.
Wie bahnt ihr euch den Weg zu eurer Zielgruppe?
Über das Internet erreichen wir in sozialen Netzwerken 100.000 Jugendliche – Tendenz stark steigend. Wir haben zwei Praktikanten, die sich darum kümmern, dass das Netzwerk immer größer wird.
Was war euer schönster Augenblick seit Monkey-Age-Gründung vor zwei Jahren?
Den erlebten wir im Backstage-Bereich im Merz. Wir sahen, wie der Laden mit 700, 800 feiernden Kids aus allen Nähten platzte. Das war der Moment, in dem wir wussten: Ja, unser Konzept funktioniert.
Und der schlimmste?
Der Sommer ist immer hart, das weiß jeder Veranstalter. Wir hatten uns für ein Open Air in den Ferien richtig reingekniet und ein riesiges Line-up zusammengestellt. Als der Tag dann kam, waren es 17 Grad und es regnete. Auch wenn trotzdem 250 Leute kamen und die Party gut war – finanziell haben wir uns in die Nesseln gesetzt.
Was fehlt euch noch, damit ihr eure Geschäftsidee ganz nach euren Wünschen gestalten könnt?
Wir benötigen Geld für Personal, Werbung, Equipment und sind deswegen auf der Suche nach einem Partner, der Monkey Age mit 100.000 Euro unterstützt. Als Gegenleistung würden wir die Partys mit ihm und seinem Namen an der Spitze deutschlandweit umsetzen. Der Einsatz für eine gute Sache – das würde dem Image jedes Unternehmens gut tun.