Eine Besonderheit dieses Rechners aus dem Hause IBM war sein modularer Aufbau: Neue Funktionen oder leistungsfähigere Komponenten konnten durch Steckkarten nachgerüstet werden.
Nachbauen erlaubt
Zur starken Verbreitung trug auch das offene Konzept bei: Andere Hersteller durften die grundlegende Architektur ohne Lizenzabgaben nachbauen. Durch den modularen Aufbau und das offene Konzept entwickelte sich der IBM-PC schnell zu einem Standard.
Während Commodore, Apple und Hewlett-Packard bereits seit Mitte der siebziger Jahre kleinere Rechner im Markt hatten, startete IBM erst 1981 – brachte damit aber den ganzen Markt in Schwung.
Betriebssystem von Microsoft
Die Ingenieure griffen auf Standardbauteile zurück und benötigten für den 5150 nur wenige Monate Entwicklungszeit. Das Betriebssystem kaufte man von einem noch jungen Unternehmen zu: Microsoft.
Dieses hatte zwar auch keine passende Software vorrätig. Bill Gates und Paul Allan erkannten jedoch die Bedeutung des IBM-Auftrags. Die beiden Microsoft-Gründer kauften Systemsoftware von anderen Entwicklern ein und lizensierten diese als PC-DOS 1.0 an IBM.
Windows + Intel = Wintel
Den Prozessor für den 5150 lieferte Intel. Diese Kombination wurde später als „Wintel" bezeichnet. Der Grundstein für den Erfolg von Microsoft und Intel war damit gelegt. Bis heute wird ein Großteil der Personal Computer mit einem Betriebssystem von Microsoft und einem Prozessor von Intel ausgeliefert.
Aus heutiger Sicht erscheinen die Spezifikationen des 5150 spärlich: Der Anwender konnte auf eine Intel-CPU mit 4,7 MHz zurückgreifen. Als Arbeitsspeicher dienten, je nach Ausstattung, 16 oder 64 KB. Die Daten wurden auf 5,25 Zoll großen Disketten gespeichert.
Software als Trumpf
Das Betriebssystem lag nur auf einer Diskette vor, erst das Nachfolgemodell verfügte über eine Festplatte. Zwar war die technische Ausstattung durchschnittlich. Da es aber Office-Software wie die Tabellenkalkulation Lotus 1-2-3 für die neue Plattform gab, verbreitete sich der 5150 schnell in der Arbeitswelt.
30 Jahre und zahlreiche Geräte-Generationen später verkaufen sich PCs sehr gut. Der weltweite PC-Absatz soll 2011 auf 405,9 Millionen PCs ansteigen. In Deutschland werden Prognosen zufolge 15,4 Millionen PCs über den Ladentisch gehen.