Datenraten-Protagonist

Long Term Evolution: 4G-Netz für Rötgesbüttel

Rötgesbüttel, 15 Kilometer vor den Toren Braunschweigs gelegen, wird zum Pionier der schnellen Internetversorgung. Als eine der ersten Gemeinden in Deutschland stattet die Deutsche Telekom das 2000-Einwohner-Dorf mit Long Term Evolution, kurz: LTE aus – der neuen und mittlerweile vierten Mobilfunkgeneration (4G). Für die im Landkreis Gifhorn beheimatete Gemeinde bedeutet das: deutlich höhere Datenraten als im 3G-Standard.

Nach Angaben der Telekom ist der Ausbau von LTE deutlich günstiger als Glasfaser, nutzt bestehende Funkmasten und hat eine Reichweite von bis zu zehn Kilometern.

„Jetzt haben wir die Möglichkeit, auch solche Orte mit schnellen Internet-Zugängen zu versorgen, die bisher nicht zu erreichen waren", sagt Thomas Krieger, Leiter Technik Region Nordwest der Deutschen Telekom.

Tempo für Calberlah & Co.

Damit können in Kürze die Menschen in Rötgesbüttel und in der Umgebung in Calberlah, Leiferde, Meine, Wasbüttel, Isenbüttel und Gifhorn ihre Fotos, E-Mails und Musikdateien einfach über die Luft schicken – und zwar in ähnlich hohem Tempo wie im Festnetz.

LTE wird im ländlichen Raum auf dem Frequenzband zwischen 790 und 862 Megahertz (MHz) eingesetzt – einem Frequenzbereich, in dem das Mobilfunksignal sehr weit getragen wird. Mit einem einzigen Standort kann so eine große Fläche versorgt werden.

Neue Verwendung

Das Frequenzband wurde bisher für die Übertragung von analogen Radio- und TV-Signalen genutzt. Nach der Digitalisierung des Rundfunks war das Band frei geworden.

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