Moderator & Erfinder des Job-Tempomeeting: Sebastian Texter
Moderator & Erfinder des Job-Tempomeeting: Sebastian Texter

IT-Job-Tempomeeting

„Nur ein guter Kontakt? Das reicht einfach nicht aus!"

Was genau verbirgt sich hinter dem IT-Job-Tempomeeting, das am 23. Mai zum ersten Mal in unserer Region Station macht? Wieso dürfen Personalverantwortliche sich mehr davon versprechen als von einer Jobmesse? Und wie war das Echo von IT-Unternehmen und Studierenden, die in Bremen mitmachten? IT-Region 38 fragte nach bei Sebastian Texter, der sich mit dem Tempomeeting-Format bestens auskennt.

Herr Texter, am 23. Mai startet in Braunschweig das IT-Job-Tempomeeting von IT-Region 38. Was steckt hinter diesem Veranstaltungsformat?

Seit 2005 führe ich Veranstaltungen im Tempomeeting-Format durch. Der Anlass für die Job-Tempomeetings waren Erfahrungen mit den klassischen Jobmessen, wie sie wohl jeder gemacht hat: großer zeitlicher und zum Teil auch finanzieller Aufwand und am Ende dann oftmals nur ein guter Kontakt und Gespräche mit mäßig vorbereiteten Studierenden. Das reicht einfach nicht aus!
     
Was können die Unternehmer und Personalverantwortlichen stattdessen vom IT-Job-Tempomeeting erwarten?

Ganz im Gegensatz zu Jobmessen ist der Aufwand bei uns minimal und das Ergebnis sehr umfangreich. Konkret führt jedes Unternehmen innerhalb von zweieinhalb Stunden mit etwa zwanzig Studierenden Gespräche, die wir vorher auswählen. Damit die Kurzgespräche gut genutzt werden können, erhält jeder Teilnehmer einen Stapel Profilkarten zur eigenen Vorstellung.

Was hat es mit den Profilkarten auf sich?

Die Profilkarten sind ganz zentral für die Effizienz des Tempomeeting-Formats. Sie enthalten neben Foto, Logo und Kontaktdaten vor allem Angaben zu den Kompetenzen der Teilnehmer und zu dem, was sie suchen. Das umfasst bei Arbeitgebern Branche, Märkte, Produkte sowie die Angebote für Bewerber und bei Studierenden beziehungsweise Absolventen Details zum Studium, Abschluss, die eigenen praktischen Erfahrungen und besondere Fachkenntnisse. Das ganze wird im handlichen A6-Format für die Teilnehmer ausgedruckt und zu Beginn eines jeden Gesprächs überreicht. So lassen sich mit einem Blick interessante Punkte erfassen und ansprechen.

In Zusammenarbeit mit der Bremer Wirtschaftsförderung haben Sie eine solche Veranstaltung kürzlich in der Hansestadt auf die Beine gestellt. Wie war dort die Resonanz? Welche Erfahrungen haben Sie, die Unternehmen und die Studierenden gemacht?

Da zitiere ich gerne die Teilnehmer selbst: "So, und wann machen wir das wieder?" - Mit so vielen interessanten Gesprächen habe ich nicht gerechnet." - Am liebsten hätte ich den Vertrag direkt über den Tisch geschoben." Mit dabei waren 13 IT- und Engineering-Unternehmen und 26 Studierende der Bremer Hochschulen.

Was passiert sonst noch beim IT-Job-Tempomeeting?

Gleich vor Ort können die Teilnehmer die Kurzgespräche vertiefen und fortführen. Und es gibt fünf, sechs Vorträge, in denen Studierende aktuelle Projekte aus dem Studium und ihren Abschlussarbeiten vorstellen – also noch eine Möglichkeit mehr, Talente zu entdecken.   

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