Initiatoren des Workshop: Dr. Andrea Herrmann und Frank Ptok. Foto: G. Türk
Initiatoren des Workshop: Dr. Andrea Herrmann und Frank Ptok. Foto: G. Türk

Nachlese 2. Meet IT-Workshop

Der Knigge für interaktive Systeme

„Was sich die Entwickler da gedacht haben, wird für immer ihr Geheimnis bleiben." Es gibt wohl kaum jemanden, der nicht schon einmal vor seinem Rechner sitzend innerlich verzweifelt ist, weil sich die neue Software statt wie versprochen leicht allenfalls miserabel bedienen ließ. Doch lässt sich dieser subjektive Eindruck auch objektiv nachweisen? Beantwortet hat diese Frage der Praxis-Workshop im Software Systems Engineering Institut der TU Braunschweig.

ünfzig Gäste waren der Einladung von DAVID GmbH und IT Region 38 sowie des Instituts gefolgt, um gemeinsam zu erarbeiten, wie sich Qualität und Benutzerfreundlichkeit von Software messen lassen.

Gibt es Normen, die man für eine vorurteilsfreie Bewertung zu Rate ziehen kann? Ja, meint Institutsleiterin Dr. Andrea Herrmann – und verwies auf einen internationalen Standard: die EN ISO 9241-110.

Regeln für den Dialog

Von der Steuerbarkeit über die Lernförderlichkeit bis zur Erwartungskonformität: Die sieben Grundsätze der Dialoggestaltung sind sozusagen der Knigge für interaktive Systeme.

Diese Prinzipien ließen sich sehr gut anwenden, sagte Andrea Herrmann – doch seien sie keine Checkliste, die einfach abgehakt werden könne. „Man muss für jede Software neu definieren, was die sieben Kriterien konkret bedeuten."

Praxistest vor Ort

Was die Gäste, darunter viele Praktiker, vor Ort selbst ausprobieren konnten. Sie maßen die Gebrauchstauglichkeit eines Online-Bestellvorgangs für Zeitschriften. Sonderlich benutzerfreundlich, so der Tenor, war der nicht.

Freundlicher dagegen ist der Ausblick auf den kommenden Praxis-Workshop. Es wird weitere Veranstaltungen geben.

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