Herr Professor Wolf, zwei auto.CITY-Tage mit Ausstellung und Symposium liegen hinter Ihnen. Wie fällt Ihre Bilanz aus?
Es gab interessante Diskussionen, einen regen Austausch von Informationen und neue Kontakte – aus meiner Sicht ist die Resonanz durchweg positiv. Professor Jörn Scheuermann von der Universität Würzburg, einer unserer Referenten, sagte schon nach der Hälfte des ersten Tages, dass er zu wenig Visitenkarte mitgebracht hätte – er hatte alle verbraucht.
Die Kompetenzen der Institute zur Schau zu stellen ist das eine Ziel, eine Brücke zur Wirtschaft zu bauen das andere. Wie sehr haben sich die Unternehmen für Ihr Angebot interessiert?
Es waren viele Unternehmensvertreter da, die sich mit den Themen Auto und Mobilität beschäftigen. Ich persönlich hatte beispielsweise gute Gespräche mit Vertretern von Bosch und Volkswagen, die wir demnächst weiterführen werden.
Was kann sich daraus ergeben?
Im Idealfall entwickelt sich aus einem solchen Gespräch ein gemeinsames Forschungsprojekt gefördert mit Mitteln von Land, Bund oder EU. Dass Wissenschaft und Wirtschaft sich sehen, hören und treffen – deswegen ist die Veranstaltung so wichtig.
Die drei Schwerpunktthemen am Vortragstag waren Testfeld und Simulation, Kommunikation und Infotainment sowie Fahrerassistenzsysteme. Welchem Gebiet messen Sie künftig die größte Bedeutung bei?
Die drei Themen sind alle miteinander verknüpft – deswegen sind alle wichtig. Die Fahrerassistenzsysteme begegnen uns schon heute, etwa im Assistenten zum Einparken. Die Kommunikationsanwendungen, zu denen ich die beiden anderen Schwerpunkte zähle, werden in den kommenden Jahren weiter an Bedeutung gewinnen. In der Kommunikation Car-to-Car und Car-to-Infrastructure wird sich einiges tun.
Wird es auch im kommenden Jahr ein Symposium geben?
Wir haben dies noch nicht konkret geplant. Ich gehe aber davon aus, dass wir wieder ein Symposium ausrichten werden. Welches Thema? Das werden wir sehen.